Bewertung von Wework steigt auf 20 Mrd. Dollar
Bewertung von Wework steigt auf 20 Mrd. Dollar
sp New York – Wework, der 2010 in New York gegründete Anbieter von Co-Working-Arbeitsplätzen für Freelancer, Start-ups bis hin zu mittelständischen Unternehmen und Konzernen, die manchmal bis zu 600 Mitarbeiter auf flexibel nutzbaren Büroflächen unterbringen, hat bei Investoren laut US-Medienberichten noch einmal 760 Mill. Dollar eingesammelt und die Bewertung dabei auf 20 Mrd. Dollar geschraubt. Zusammen mit den 300 Mill. Dollar, die die japanische Softbank im Frühjahr noch zu einer geringeren Bewertung zugesichert hatte, wächst der Umfang der jüngsten Finanzierung auf mehr als 1 Mrd. Dollar. Unter den wertvollsten Nachwuchsunternehmen stößt Wework damit in die Top 5 vor (siehe Grafik).Wework, die heute rund 200 Bürostandorte in knapp 50 Städten weltweit betreibt – ein Fünftel davon allein in New York – will die frischen Mittel einsetzen, um ihr rasantes Wachstum fortzusetzen. “Im Moment halten wir Lateinamerika für eine unserer wichtigsten Regionen”, gibt einer der Gründer, Miguel McKelvey, die Richtung vor. Erst vor einer Woche hat die Firma ihren ersten Standort in Brasilien auf der Avenida Paulista in Sao Paulo eröffnet. Bis Anfang des nächsten Jahres soll die Zahl der angebotenen Arbeitsplätze in ganz Lateinamerika auf 20 000 verzehnfacht werden. Dazu entstehen weitere zehn neue Standorte, fünf davon in Brasilien, drei in Mexiko, einer in Argentinien und der erste Standort in Kolumbien. Das Wachstum ist nicht auf Südamerika beschränkt. In Tokio, wo Softbank zu Hause ist, verhandelt Wework mit Immobilienfirmen wie Mitsubishi Estate über bis zu 20 neue Standorte, die die japanische Hauptstadt zur wichtigsten Adresse von Wework in Asien machen würden.Der New Yorker Wettbewerber Knotel, der es vor allem auf kleinere Unternehmen mit Bedarf für 50 bis 200 Arbeitsplätze abgesehen hat, will seine Präsenz im Big Apple derweil noch bis Ende 2017 von 14 auf mindestens 45 erweitern.