Blackstone erwägt IPO von Zulieferer

Börsen-Zeitung, 24.8.2017 wb Frankfurt - Drei Jahre nachdem Blackstone den Autozulieferer Gates Corp. für 5,4 Mrd. Dollar erworben hat, ventiliert der US-Finanzinvestor dessen Rückkehr an die Börse. Dabei soll es nach Medienberichten um eine...

Blackstone erwägt IPO von Zulieferer

wb Frankfurt – Drei Jahre nachdem Blackstone den Autozulieferer Gates Corp. für 5,4 Mrd. Dollar erworben hat, ventiliert der US-Finanzinvestor dessen Rückkehr an die Börse. Dabei soll es nach Medienberichten um eine Bewertung von 8 Mrd. bis 9 Mrd. Dollar gehen. Noch sei der Prozess in einer frühen Phase. Verkäufer waren 2014 das kanadische Private-Equity-Haus Onex und der Pensionsfonds Canada Pension Plan (CPP). Eingesetzt wurden 1,6 Mrd. Dollar eigene Mittel, der Rest war fremdfinanziert worden, hieß es.Gates Corp. aus Denver produziert Antriebsriemen und Schläuche. Zu den wichtigsten Märkten, die Gates beliefert, gehören Autoindustrie, Landwirtschaft, EDV-Unternehmen, Bau- und Transportwesen sowie Bergbau. Gates hatte zum Zeitpunkt des Gesellschafterwechsels 15 000 Beschäftigte. 2013 wurde aus 2,9 Mrd. Dollar ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 Mill. Dollar gezogen. Neuere Geschäftsdaten veröffentlicht Gates seit dem Buy-out nicht mehr. Onex und CPP hatten Gates 2010 mit der Londoner Mutter Tomkins für 5 Mrd. Dollar erworben. Morgan Stanley, Barclays und Deutsche Bank arbeiteten 2014 für Blackstone. Finanzinvestoren haben 2017 bisher in den USA 36 Unternehmen an die Börse geführt und machten laut Dealogic damit 16 Mrd. Dollar locker.