Autohersteller

BMW kompensiert Absatzrückgang durch höhere Preise

Der Nachschub stockt, weil Mikrochips fehlen. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Neu- und Gebrauchtwagen treibt deshalb die Preise – und beschert BMW ein kräftiges Gewinnplus.

BMW kompensiert Absatzrückgang durch höhere Preise

Steigende Preise für Neu- und Gebrauchtwagen lassen die Kassen bei BMW klingeln. Der Münchner Autobauer erwirtschaftete im Sommerquartal einen Umsatz von 27,5 Mrd. Euro, das sind 4,5% mehr als vor Jahresfrist und mehr als von Refinitiv befragte Analysten erwartet hatten. Der Betriebsgewinn (EBIT) schnellte sogar um fast die Hälfte auf 2,88 Mrd. Euro nach oben, während Experten lediglich mit 2,34 Mrd. gerechnet hatten. „Die erfreulich stabile Marktsituation und anhaltend hohe Nachfrage haben unsere Geschäftstätigkeit im Jahresverlauf sehr positiv beeinflusst“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Mittwoch.

Für das Gesamtjahr bestätigte BMW die zuletzt angehobene Prognose. Das Konzernergebnis dürfte signifikant über dem Vorjahreswert liegen, bei den Auslieferungen wird trotz der Halbleiterknappheit ein Anstieg erwartet, die Gewinnmarge im Autogeschäft (EBIT) dürfte zwischen 9,5 und 10,5% liegen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die weltweiten Rahmenbedingungen nicht wesentlich veränderten. „Wir sind auf der Ziellinie für unsere Jahresprognose und blicken zuversichtlich nach vorn“, sagte Peter. Die Chip-Knappheit dürfte BMW aber auch über das Jahr 2021 hinaus beschäftigen.

Autobauer weltweit leiden an Engpässen bei den Chips und mussten deswegen ihre Produktion drosseln. Von Juli bis September übergab BMW 593.177 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce an die Kunden, 12,2% weniger als vor Jahresfrist.