Boeing will 60 Mrd. Dollar
Boeing will 60 Mrd. Dollar
hei Frankfurt – Boeing bittet um 60 Mrd. Dollar an Staatshilfen für den Konzern selbst und seine Zulieferer, um die Auswirkungen der Coronakrise zu meistern. Die Größenordnung des benötigten Rettungspakets entsetzte die Anleger, die daraufhin zu Handelsbeginn an der Wall Street in Scharen aus der Aktie flohen. Am Vormittag in New York notierte das Papier 18 % tiefer bei 101,33 Dollar. Damit stellt sich der Wertverlust seit dem Jahreshoch am 12. Februar auf 71 %. Die Aktie des Rivalen Airbus hat unterdessen allerdings auch bereits 62 % eingebüßt.Boeing bereitet sich den Angaben zufolge auf eine längere Unterbrechung des Betriebs vor, auch weil die Infektionswelle die Fabriken bald erreichen könnte. Für den Flugzeughersteller, der vor nicht allzu langer Zeit noch zu den Cash-flow-stärksten US-Unternehmen gehörte, hatte sich schon vor der Coronakrise die Überlebensfrage gestellt, weil die finanziellen Folgen des Flugverbots für das Modell 737 Max auszuufern drohten. Der Konzern hatte just Kredite über 13,8 Mrd. Dollar gezogen, um seine Cash-Reserven aufzustocken. Die Kreditausfallversicherungen mit Laufzeit bis Dezember sprangen auf 367 Basispunkte nach 257 am Freitag vergangener Woche. Zwischenzeitlich hatte Standard & Poor’s das Rating um zwei Notches gesenkt (vgl. BZ vom 18. März). Die Ratingagentur rechnet mit einem Mittelabfluss von 11 bis 12 Mrd. Dollar in diesem Jahr.US-Präsident Donald Trump hat sich bereits öffentlich für Hilfszahlungen zum Schutz von Boeing ausgesprochen.