DEUTSCHE ENERGIEWIRTSCHAFT WIRD NEU GEORDNET

Breite Zustimmung aus Politik und Gewerkschaften

Zypries: Gut, wenn es hierzulande wettbewerbsfähige und international orientierte Energieversorger gibt

Breite Zustimmung aus Politik und Gewerkschaften

ge Berlin – In der Bundes-, aber auch der nordrhein-westfälischen Politik und bei Gewerkschaften stießen die Pläne von RWE und Eon, die RWE-Ökostromtochter Innogy unter sich aufzuteilen, auf positive Resonanz. Sie habe diese Pläne mit Interesse gelesen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern. Nochwirtschaftsministerin Brigitte Zypries habe das Vorhaben im Grundsatz für die Regierung “für gut und begrüßenswert” erklärt. Die Details müsse man sich aber noch ansehen. Sie habe Vertrauen in die Konzerne, dass die die beste Variante suchten, wie die Energiewende und eine nachhaltige Energieversorgung zu schaffen seien. Zypries hatte zuvor gesagt, es sei gut, wenn es in Deutschland wettbewerbsfähige und international orientierte Energieversorger gebe: “Die jetzigen Pläne können dazu ein Beitrag sein.”Auch Zypries’ Nachfolger, der amtierende Finanzminister Peter Altmaier, begrüßt die Absicht der beiden Stromriesen. “Die Entscheidung macht für mich deutlich, dass die Unternehmen erkannt haben, dass die Energiewende vorangeht”, sagte Altmaier vor einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Unternehmen suchten nach Geschäftsmodellen für die Zukunft. RWE werde jetzt zum ersten Mal auch im Bereich der erneuerbaren Energien Fuß fassen. “Es ist aus meiner Sicht eine positive Entwicklung.” Die Entscheidung über das Vorhaben liege aber ausschließlich bei den Firmen – der Staat solle sich nicht einmischen. RWE-Kommunen stimmen zuAuch die kommunalen Aktionäre von RWE, die zusammen etwa 23 % der Anteile halten und damit der größte Einzelaktionär sind, stellen sich hinter die Pläne der Neuordnung der hiesigen Branche. Die geplante Transaktion sei “sowohl strategisch wie auch finanzwirtschaftlich grundsätzlich positiv zu werten”, hieß es gestern. Mit ihr sei “ein wesentlicher Schub für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende zu erwarten”. Zudem werde das Geschäftsmodell von RWE gestärkt, urteilen die Kommunen. “Deshalb werden wir den Transaktionsprozess positiv begleiten, aber dabei auch Wert darauf legen, dass die kommunalen Interessen gewahrt und gestärkt werden”.Rückendeckung gibt es auch von Seiten der Gewerkschaft. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie begrüßten eine solche Transaktion, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Gewerkschaft zu-folge in Potsdam. Die Arbeitnehmer würden den Plänen zustimmen, sagte der Vizechef des RWE-Aufsichtsrats. Sie sähen sie als Chance für alle Beteiligten, starke und investitionskräftige Unternehmen aufzubauen und Perspektiven für Wachstum und Arbeitsplätze zu erschließen.