Chevron kappt Investitionen
Chevron kappt Investitionen
dpa-afx San Ramon – Der US-Ölkonzern Chevron streicht im Zuge der Coronakrise und der fallenden Ölpreise seine Förderpläne und Investitionen zusammen. Auch der Rückkauf eigener Aktien werde vorerst gestoppt, teilte der Konkurrent des Ölriesen ExxonMobil im kalifornischen San Ramon mit. Statt 20 Mrd. Dollar will Chevron in diesem Jahr nur noch 16 Mrd. Dollar in sein Geschäft investieren. Die Produktion im texanischen Permbecken soll 20 % geringer ausfallen als zuletzt geplant.Zudem gibt der Konzern voraussichtlich deutlich weniger Geld an seine Anteilseigner zurück. Das jährliche Aktienrückkaufprogramm von 5 Mrd. Dollar wurde den Angaben zufolge ausgesetzt. Seit dem Jahreswechsel habe Chevron für 1,75 Mrd. Dollar eigene Anteile vom Markt zurückerworben. Die Dividenden sollen dennoch weiter fließen. Im vorbörslichen US-Handel legte die Cheron-Aktie um rund 7 % zu. Seit dem Jahreswechsel hat sie jedoch schon mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Im ersten Quartal strich der Konzern mehr als eine halbe Milliarde Dollar aus dem Verkauf seines Anteils am Fördergebiet Malampaya auf den Philippinen ein. Im April soll der Verkauf von Förderrechten in Aserbaidschan und einem Anteil an einer Pipeline weiteres Geld einbringen. Auch das laufende Sparprogramm wird fortgesetzt.