China plant in Nigeria riesiges Stromprojekt

Staatskonzern soll Staudämme und Kraftwerke bauen

China plant in Nigeria riesiges Stromprojekt

nh Schanghai – Der chinesische Staatskonzern China Civil Engineering Corp. ist mit der Entwicklung eines Wasserkraftprojekts in Nigeria beauftragt worden. Seitens der nigerianischen Regierung wird das Projekt auf einen Wert von rund 5,8 Mrd. Dollar veranschlagt. Es soll den Bau einer Reihe von Staudämmen und Wasserkraftwerken sowie begleitender Stromleitungsinfrastruktur im bevölkerungsreichsten Land Afrikas umfassen. Dem Vernehmen nach wird China Civil Engineering bis zu 85 % der Projektsumme zunächst über das staatliche Förderkreditinstitut China Export-Import Bank finanzieren lassen.Mit dem jetzt abgesteckten Projektumfang wäre eine Stromerzeugungsleistung von über 3 000 Megawatt verbunden. Zudem würde es eine erhebliche Erweiterung der gegenwärtig auf etwa 4 000 Megawatt veranschlagten Stromerzeugungskapazität des Landes bedeuten. Dabei soll es vor allem darum gehen, neue Stromleitungen über eine Strecke von mehr als 700 Kilometer zu bauen, um bislang unterversorgte ländliche Gebiete an das Elektrizitätsnetz anzuschließen. Experten betonen aber, dass das Projekt noch vor einigen Unabwägbarkeiten steht, zumal auch chinesische Gesellschaften in der Vergangenheit auf Probleme bei nigerianischen Infrastruktur- und Energieprojekten gestoßen sind. Sinopec steht Ärger ins HausVon US-Behörden ist kürzlich eine Untersuchung zu Aktivitäten des chinesischen Ölkonzerns Sinopec in Nigeria losgetreten worden. Es wird vermutet, dass Bestechungsgelder an nigerianische Offizielle – zum Teil auch über US-Banken – geflossen sind. Die Ermittlungen beziehen sich auf Projekte des 2009 von Sinopec übernommenen Ölförderers Addax Petroleum in Nigeria. Die in Genf ansässige Addax war bereits seit der Jahrtausendwende mit einer Reihe von Ölprojekten in Nigeria involviert. Dabei war es zum Streit über die Verteilung von Lizenzerlösen zwischen Addax und der staatlichen Ölförderfirma gekommen.