Chinas Maschinenbau lässt Federn

Europäische und amerikanische Hersteller legen zu

Chinas Maschinenbau lässt Federn

ds Frankfurt – Am Weltmarkt für Maschinen verschieben sich die Gewichte ein wenig: Während der chinesische Maschinenbau leicht Federn lässt, haben europäische und nordamerikanische Anbieter im Jahr 2017 im Umsatz leicht zugelegt.Global ist der Maschinenumsatz nach Daten der deutschen Branchenlobby VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) im vergangenen Jahr um 1 % auf 2,56 Bill. Euro gestiegen. China mit seinem riesigen Binnenmarkt bleibt mit einem Weltmarktanteil von 36 % die unangefochtene Nummer 1 – eine Position, die das Reich der Mitte seit 2009 innehat. Allerdings verringerten sich die Erlöse im bevölkerungsreichsten Land der Welt um 6 % auf 910 Mrd. Euro. Nach langen Jahren mit stürmischem Wachstum ist das schon der zweite Rückgang in Folge. In nationaler Währung (Renminbi) gemessen, betrug das Minus allerdings lediglich 2 %.Unterdessen hat sich der europäische Konjunkturaufschwung auf dem Maschinenmarkt bemerkbar gemacht. Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen und Anlagen (ohne Serviceleistungen) in Europa um 6 % auf 777 Mrd. Euro – der höchste Zuwachs seit dem Jahr 2011. “Im Jahr 2017 sind die Investitionen in der Industrie endlich angesprungen, insbesondere in den EU-Ländern. Die Konjunktur auf dem europäischen Markt hat im Laufe des vergangenen Jahres erkennbar an Fahrt gewonnen, und 2018 dürfte sich der Aufschwung im Maschinenbau fortsetzen”, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Deutschland hat auch im vergangenen Jahr seine seit 2013 eingenommene Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt gehalten. Für 2017 wird der Umsatz auf 274 Mrd. Euro (plus 5 % zum Vorjahr) geschätzt. Damit entfielen fast 11 % des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik.Auf Platz 2 im globalen Länder-Ranking folgten, wie schon in den Vorjahren, die Vereinigten Staaten. Hier wurde der Umsatz um 3 % auf 326 Mrd. Euro gesteigert. In Japan (Platz 4) kamen die Maschinenhersteller beim Umsatz um 2 % auf 243 Mrd. Euro voran. Die ebenfalls stark exportorientierten Japaner wetteifern in der Maschinenausfuhr mit den Deutschen.