Chinesischer Investor macht Dialog-Aktionären Hoffnung
Chinesischer Investor macht Dialog-Aktionären Hoffnung
dpa-afx Frankfurt – Aufkeimende Übernahmefantasie hat dem Erholungsversuch der Aktien des Chipentwicklers Dialog Semiconductor am Dienstag Rückenwind verliehen. Die Papiere stiegen am Dienstag zeitweise um knapp 8 % auf 25,05 Euro. Zuvor war bekannt geworden, dass der chinesische Großaktionär Tsinghua University seinen Anteil an dem Konzern auf 9,01 % aufgestockt hat. “Angesichts der Größe und des Hintergrunds des Engagements erscheint es wie ein strategischer Schritt”, erklärte Commerzbank-Analyst Thomas Becker. Zu der staatlichen Universität gehört der Halbleiterkonzern Tsinghua Unigroup, mit dessen Tochter Spreadtrum Dialog im vergangenen März eine Kooperation geschlossen hatte. Unigroup war in den vergangenen zwei Jahren mit gleich zwei Milliarden-Deals in der US-Halbleiterindustrie gescheitert: Eine Übernahme von Micron Technology kam ebenso wenig zustande wie ein Einstieg bei Western Digital.Die Angst, dass der wichtige Kunde Apple künftig bei bestimmten Strommanagement-Chips des iPhones auf eigene Entwicklungen statt auf Dialog-Technik setzen könnte, hatte die Aktien zuletzt massiv belastet. Dialog hatte zwar noch versucht, die Investoren mit der Erklärung zu beruhigen, Apple auch künftig zu beliefern. Allerdings hatte der Konzern auch eingeräumt, dass Apple die Ressourcen und die Fähigkeiten habe, diese Chips in wenigen Jahren auch selbst zu entwickeln.