Cognac verhilft Rémy zu Ergebnissprung
Cognac verhilft Rémy zu Ergebnissprung
wü Paris – Rémy Cointreau hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 vor allem dank seines Cognac-Geschäfts einen kräftigen Ergebnisanstieg verbucht. Investoren reagierten dennoch enttäuscht, da die Sparte Likör und Spirituosen schlechter abschnitt als im Vorjahreszeitraum. Zudem hatten sie mit noch etwas besseren Ergebnissen gerechnet. Rémy Cointreau äußerte sich zuversichtlich, die Ergebnisse im gesamten Geschäftsjahr steigern zu können, warnte jedoch, dass negative Währungseffekte das laufende Betriebsergebnis mit 10 bis 11 Mill. Euro belasten dürften.Der Umsatz des Spirituosenkonzerns stieg um 6 % auf 544,4 Mill. Euro. Das laufende Betriebsergebnis legte um 8,2 % auf 134,1 Mill. Euro zu, während das Nettoergebnis mit 89,2 Mill. Euro um 17,3 % höher ausfiel als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten laut Reuters im Schnitt mit einem laufenden Betriebsergebnis von 137,3 Mill. Euro gerechnet.Das Betriebsergebnis der mit Abstand wichtigsten Marke Rémy Martin stieg um 13,3 % auf 115,5 Mill. Euro. Dagegen brach der Gewinn der Sparte Liköre und Spirituosen um 17,8 % auf 22,5 Mill. Euro ein. Grund dafür waren die Dekonsolidierung der Marke Passoa und die Anstrengungen der Gruppe, die einzelnen Marken höher zu positionieren. So verkauft Rémy inzwischen nicht mehr die günstigsten Einstiegsqualitäten von St. Rémy (Brandy) und Metaxa. Nach Angaben der Gruppe haben sowohl Cointreau als auch Metaxa und die Progressive Hebridean Distillers (The Botanist-Gin) ein gutes Umsatzwachstum verbucht. Ähnlich wie andere Cognac-Marken profitiert Rémy Martin nach einer Durststrecke von mehreren Jahren nun von der wieder stark gestiegenen Nachfrage in China. In den USA, inzwischen der wichtigste Markt von Rémy Martin, verbuchte die Marke nach Angaben der Gruppe ein zweistelliges Wachstum. Rémy-Generaldirektorin Valérie Chapoulaud-Floquet äußerte sich angesichts der guten Verkäufe während der Herbst-Feiern in China zuversichtlich, was die Cognac-Verkäufe zum chinesischen Neujahr angeht, das 2018 am 16. Februar stattfindet.Die ähnlich hoch wie Luxusgüterkonzerne bewertete Rémy-Aktie gab am Donnerstag an der Börse Paris um rund 2 % auf 109 Euro nach.