Corona-Epidemie auch für Fresenius virulent

Pharmavertrieb in China eingeschränkt

Corona-Epidemie auch für Fresenius virulent

swa Frankfurt – Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt auch im Gesundheitskonzern Fresenius für Sorgenfalten. Im Kreis der Mitarbeiter gebe es in China einen Fall, wobei der Erkrankte auf dem Weg der Besserung sei, sagt CEO Stephan Sturm. Im Geschäft sei die Tochter Kabi am stärksten von den Auswirkungen der Epidemie betroffen – sie ist auf Medikamente für intravenöse Therapien und auf klinische Ernährung fokussiert. Die Produktionsstätten im Reich der Mitte hätten nach dem chinesischen Neujahr einen längeren Stillstand gehabt. Zudem gebe es logistische Einschränkungen: “Wir haben eine enorm große Vertriebsmannschaft, die unsere Produkte in Krankenhäuser bringen soll, der Zugang zu den Kliniken ist aber beschränkt”, erläutert Sturm. Jeder versorge sich erst einmal aus Lagerbeständen. Fresenius ist zudem auf globale Lieferketten angewiesen, in denen wichtige Vorprodukte aus China kommen. Bei einzelnen Medikamenten könnte es bei andauernden Problemen zu Knappheiten kommen, mahnt der Manager. Im ersten Quartal stellt er Einbußen für Kabi in Aussicht. Im Konzern rechnet Fresenius aus den Auswirkungen der Corona-Epidemie im Jahr nicht mit “signifikant negativen finanziellen Folgen”. – Bericht Seite 9