Daimler verteidigt Spitze im Premium-Segment
Daimler verteidigt Spitze im Premium-Segment
igo Stuttgart – Die Pkw-Sparte des Autokonzerns Daimler hat 2016 das siebte Jahr in Folge mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Bei der Kernmarke Mercedes-Benz stieg der Absatz um 9,9 % auf knapp 2,3 Millionen Fahrzeuge. Inklusive der Kleinwagenmarke Smart lag das Plus bei 8,8 % auf 2,4 Millionen Einheiten. Der Smart-Absatz sank um 6,5 %. “Damit haben wir unseren Vorsprung an der Spitze im Premiumsegment nochmal deutlich ausgebaut”, sagte Vertriebschefin Britta Seeger.Mercedes hatte bereits 2016 mehr Autos verkauft als die Konkurrenten im Premium-Segment, Audi und BMW. Aus Ingolstadt und München liegen zwar noch keine Absatzzahlen für das Gesamtjahr vor. Per Ende November lag BMW jedoch um rund 70 000 Fahrzeuge hinter Mercedes zurück, Audi meldete damals 1,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Rechnet man die Kleinwagenmarken Smart und Mini ein, lag BMW allerdings vor Daimler. Während der Smart-Absatz 2016 von einer Neuauflage des Modells profitierte, halten sich Kunden derzeit zurück, da der Smart ab 2019 nur noch als Elektroauto gebaut werden soll.Mit Blick auf das Modellportfolio verkauften sich SUVs mit einem Plus von 14 % sowie Kompaktwagen besonders gut. Inzwischen entfalle mehr als ein Drittel des Absatzes auf die sportlichen Geländewagen, so der Konzern. 2018 will Mercedes mehr als ein Dutzend Modelle neu auflegen, darunter die kompakte A-Klasse und den Geländewagenklassiker G-Modell, der auf der Automesse in Detroit in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. In diesem Jahr soll zudem das erste Serienmodell der Elektromarke EQ vorgestellt werden, eine batterieelektrische Version des SUV GLC, die 2019 in den Verkauf gehen soll. Zweistelliges Plus in AsienAus regionaler Sicht war das Wachstum in China am stärksten. Während die Verkäufe in der Absatzregion Asien-Pazifik um 19,2 % auf 875 250 verkaufte Autos stiegen, lag das Plus in China bei 25,9 % auf 587 868 Fahrzeuge. Der Absatz der Mitte 2017 eingeführten E-Klasse, die in China mit längerem Radstand gebaut wird, hat sich dem Konzern zufolge mehr als verdoppelt. Auch in Südkorea, Indien, Thailand und Malaysia wuchs die Marke zweistellig.In Europa verzeichnete Mercedes mit einem Plus von 6,4 % auf 955 301 Pkw einen neuen Bestwert. In Deutschland lag der Zuwachs bei 3,5 %. Auch in Nordamerika stieg der Absatz auf einen neuen Rekord von mehr als 400 000 Pkw, obwohl die Verkäufe in den USA wegen der geringeren Nachfrage nach Limousinen um 0,9 % sanken. Dagegen verkaufte Mercedes in Kanada (12,2 %) und Mexiko (21,9 %) deutlich mehr Fahrzeuge.