Danone rudert beim Ausblick zurück
Danone rudert beim Ausblick zurück
wü Paris – Nachdem außerordentliche Belastungen Danones Nettoergebnis im vergangenen Jahr belastet haben, fürchtet der französische Nahrungsmittelkonzern nun die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs. Denn China ist für Danone immerhin der zweitwichtigste Markt weltweit, der im vergangenen Jahr 10 % des Umsatzes ausgemacht hat. Der Hersteller von Activia-Joghurt und Evian-Mineralwasser beziffert die für das erste Quartal erwarteten Einnahmeausfälle der Covid-19-Krise mit 100 Mill. Euro. Er macht zwei Drittel seiner Verkäufe in China mit Kindernahrung und ein Drittel mit Mineralwasser.Wegen der Coronavirus-Krise hat Konzernchef Emmanuel Faber jetzt auch seine Prognose für das laufende Jahr gekappt. Hatte Danone zuvor noch ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 4 % bis 5 % in Aussicht gestellt, geht der Lebensmittelhersteller nun nur noch von 2 % bis 4% aus. Er erwartet nun eine laufende operative Marge von 15 %, nachdem er vorher mindestens 16 % anpeilen wollte. In den neuen Prognosen seien neben den Auswirkungen der Covid-19-Epidemie auch die Pläne für verstärkte Investitionen berücksichtigt, erklärte Danone.Der Nahrungsmittelkonzern hatte im Oktober bereits die Wachstumsprognose für 2019 gesenkt. Er geht davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld in diesem Jahr besonders volatil und insgesamt unsicher bleibt, mit einem schwierigen konjunkturellen Umfeld in einigen großen Märkten wie den Unabhängigen Staaten oder Argentinien. Mittelfristig will Danone die Umsätze aber trotz der nun für dieses Jahr gesenkten Prognose auf vergleichbarer Basis um 3 % bis 5 % steigern. Im ersten Quartal dürfte der Konzernumsatz dagegen wegen der Auswirkungen der Covid-19-Krise stabil bleiben. Biosalat liegt schwer im BauchIm vergangenen Jahr konnte Danone ihren Umsatz um 2,6 % auf 25,29 Mrd. Euro steigern. Der Konzern hatte zuletzt ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von 2,5 % bis 3 % in Aussicht gestellt. Das laufende Betriebsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 % auf 3,85 Mrd. Euro. Dagegen brach das Nettoergebnis um 17,9 % auf 1,93 Mrd. Euro ein, was an hohen Einmalbelastungen lag. So fiel im Zusammenhang mit dem Verkauf des amerikanischen Biosalat-Produzenten Earthbound Farm ein Verlust von 154 Mill. Euro an, während für die Integration und Restrukturierung der Kindernahrung und der medizinischen Nahrung mehr als 300 Mill. Euro zu Buche schlugen. Beide Bereiche gehören zur Sparte Spezialnahrung.