Der weite Weg aus der Salzmine
Der weite Weg aus der Salzmine
Der Berg kreißte und gebar … nun was eigentlich? Einige Investoren scheinen sich sicher, dass es die sprichwörtliche Maus war, die ihnen K+S-Chef Burkhard Lohr nach mehrmonatiger Strategieberatung gestern präsentierte. Die Aktie verlor zum Wochenauftakt knapp 8 % an Wert. Die K+S-Aktie ist nur noch die Hälfte der 41 Euro wert, die Rivale Potash vor gut zwei Jahren geboten hatte. Dass der vormalige Finanzvorstand Lohr das profitablere Salzgeschäft stärker mit dem sonstigen Geschäft des Konzerns verschränken und diesen nach Märkten anstatt nach Produktgruppen ausrichten will, kam unerwartet … aber erwartungsgemäß schlecht an. Lohr sagte es in der Telefonkonferenz selbst: Bergbaukonzerne richten sich traditionell “nicht” am Kunden aus, sondern seien auf eine günstige Produktion fokussiert. Das Tückische an der neuen Strategie ist auch, dass sie erst nach Jahren Früchte tragen dürfte. Zwei Jahre nach dem gescheiterten Potash-Deal stellt der K+S-Vorstand die Treue der Anleger erneut auf die Probe. Einige haben bereits zum Ausdruck gebracht, dass ihnen der Weg aus der Salzmine zu weit sein dürfte.scd