Deutsche Wohnen verdient operativ mehr
Deutsche Wohnen verdient operativ mehr
wb Frankfurt – Die Deutsche Wohnen, das mit 160 000 Wohnungen nach Vonovia größte Unternehmen der Branche in der Bundesrepublik, ist positiv ins laufende Jahr gestartet. Das MDax-Unternehmen, das sich im ersten Quartal über eine Kapitalerhöhung 545 Mill. Euro besorgt hatte, steigerte das operative Ergebnis (FFO I, Funds from Operations, nach Zinsen und Steuern) um 11 % auf 113,1 Mill. Euro. Der Nettovermögenswert je Aktie beläuft sich den Angaben zufolge auf 29,64 Euro je Aktie, die am Freitag mit 34,05 Euro und damit 0,9 % fester schloss. Das Nettoergebnis sank von 77,5 auf 47,3 Mill. Euro, wofür als Gründe ein gewinnträchtiger Verkauf im Vorjahr und ein diesmal höherer Finanzaufwand ins Feld geführt werden.Der Verschuldungsgrad (Loan to Value) fiel von 37,7 auf 36,1 %. Die Bewertung des Portfolios liege bei 15,7 Mrd. Euro ohne Pflege und betreutes Wohnen. Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Bestand betrage 6,16 Euro je Quadratmeter. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Mieten um 3,3 %. Der Leerstand wird mit 1,6 % beziffert.Besonders stark zogen die Mieten in Berlin an, wo der Konzern die meisten Wohnungen besitzt. In der Hauptstadt sei die Nachfrage besonders groß, das Angebot niedrig und gebaut werde kaum, sagte Deutsche-Wohnen-Vorstand Lars Wittan. Auch in den B- und C-Lagen nehme das Interesse von Investoren zu.Für 2017 bekräftigt der Vorstand die Prognose für den FFO auf 425 Mill. Euro im Basisszenario, also ohne weitere Zukäufe und opportunistische Verkäufe.