Easyjet-Dividende stößt auf Kritik
Easyjet-Dividende stößt auf Kritik
hip London – Easyjet ist in Großbritannien in die Kritik geraten, weil der Lufthansa-Rivale seinen Aktionären insgesamt 174 Mill. Pfund Dividende ausschüttet, obwohl er infolge der Coronavirus-Pandemie Staatshilfe benötigen könnte. An den Unternehmensgründer Stelios Haji-Ioannou gehen 60 Mill. Pfund. Die Dividendenzahlung sei “etwas, wozu wir rechtlich verpflichtet sind”, sagte Chief Executive Johan Lundgren am Wochenende der BBC. Das Unternehmen kann auf 1,6 Mrd. Pfund in bar und eine nicht gezogene revolvierende Kreditlinie über 500 Mill. Pfund zurückgreifen. Wegen der Pandemie muss vielleicht der Großteil der Flotte am Boden bleiben, teilte Easyjet zuletzt mit (vgl. BZ vom 17. März). Bis 2022 stünden keine Refinanzierungen an. Man befinde sich in Verhandlungen mit Kreditgebern, die “die Stärke unserer Bilanz und unseres Geschäftsmodells anerkennen”.Nachdem Richard Branson der Belegschaft seiner Airline Virgin Atlantic acht Wochen unbezahlten Urlaub verordnete, forderte die Labour-Abgeordnete Angela Rayner den Milliardär auf, seine Privatinsel in der Karibik zu verkaufen, um seine Mitarbeiter zu bezahlen. Branson wurde auch von anderen Abgeordneten heftig kritisiert.