Easyjet hat genug Geld für neun Monate am Boden
Easyjet hat genug Geld für neun Monate am Boden
hip London – Der Lufthansa-Rivale Easyjet hat Barreserven von 3,3 Mrd. Pfund, wenn die gestern angekündigten Maßnahmen zur Aufpolsterung der Liquidität greifen. Wie der britische Billigflieger mitteilt, würde es das Unternehmen 3,0 Mrd. Pfund kosten, wenn die Maschinen neun Monate lang am Boden bleiben müssten. Ein dreimonatiger Lockdown würde mit 1,2 Mrd. Pfund zu Buche schlagen, ein sechsmonatiger mit 2,2 Mrd. Pfund. Allerdings geht das Management bei diesen Schätzungen davon aus, dass – entsprechend den Erfahrungen aus der Vergangenheit – rund die Hälfte der Kunden, deren Flüge gestrichen werden müssen, Alternativen zur Erstattung des Kaufpreises akzeptieren.Wie bereits angekündigt, sicherte sich die Airline bereits 600 Mill. Pfund mit Hilfe der von Schatzamt und Bank of England eingerichteten Covid Corporate Financing Facility (CCFF). Gestern berichtete das Unternehmen von zwei neuen Krediten über insgesamt 400 Mill. Pfund, die mit Flugzeugen besichert wurden und 2022 fällig werden. Die ebenfalls mit Flugzeugen besicherte revolvierende Kreditfazilität über 500 Mill. Dollar wurde komplett gezogen. Zudem verhandele man mit einer am Erwerb von Teilen der Flotte interessierten Leasingfirma über eine Sale-and-Lease-back-Transaktion, die zwischen 400 Mill. und 550 Mill. Pfund einspielen soll. Nach Abschluss der Maßnahmen wäre etwa die Hälfte der Flotte nicht belastet. Alles in allem sollen sie zwischen 1,85 Mrd. und 1,95 Mrd. Pfund bringen, was die angenommenen Barreserven auf 3,3 Mrd. Pfund anschwellen ließe.Mit Airbus einigte sich das Unternehmen auf eine spätere Auslieferung bestellter Maschinen.