Euromicron bringt Reorganisation hinter sich

Deutlicher Margenanstieg ab 2019 angestrebt

Euromicron bringt Reorganisation hinter sich

hek Frankfurt – Der mittelständische Technologiekonzern Euromicron hat die Reorganisation der operativen Einheiten weitgehend abgeschlossen. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht hervor. In der Profitabilität soll sich das vor allem von 2019 am niederschlagen. Dann soll die operative Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) jährlich um etwa einen Prozentpunkt zunehmen und mittelfristig mehr als 8,0 % erreichen. Für 2018 strebt das Management eine Marge von 4 bis 5 % an, was weitgehend dem Vorjahreswert von 4,1 % entspricht.Den Umsatz für 2018 veranschlagt das Management auf 340 Mill. bis 360 Mill. Euro, ein Anstieg zwischen 2 und 8 % gegenüber dem Vorjahresbetrag von 333 Mill. Euro. Sonderfaktoren wie Rechts- und Beratungskosten werden das ausgewiesene Ebitda nach Unternehmensangaben 2018 noch mit rund 2 Mill. Euro belasten.Im vergangenen Jahr habe Euromicron die Umsatz- und Ergebnisprognose im Gegensatz zu früheren Jahren erfüllt und die operative Profitabilität gesteigert, heißt es. “Der Transformationskurs hat 2017 positive Resultate gezeigt”, versichert Vorstandssprecherin Bettina Meyer. Das fortgeführte Kerngeschäft verzeichnete ein Umsatzplus von 6 %. Das Resultat vor Zinsen und Steuern bewegte sich mit 1,1 Mill. Euro wieder im positiven Bereich. Unter dem Strich stehen aber noch 3,5 Mill. Euro Verlust. Im Jahr zuvor betrug der Fehlbetrag 12,5 Mill. Euro. Die Kosten für die Reorganisation schlugen im Berichtsjahr mit 4,0 Mill. Euro zu Buche nach 5,8 Mill. Euro im Vorjahr. Die Euromicron-Gesellschaften stellen Produkte und Lösungen für Glasfasertechnologie und Netzwerkkomponenten her. Die wichtigsten Segmente sind “Intelligente Gebäudetechnik” mit 192 Mill. Euro Umsatz im vergangenen Jahr und “Kritische Infrastrukturen” mit 121 Mill. Euro. Das Management richtet die Gruppe auf das Internet der Dinge aus. “Der Megatrend der Digitalisierung führt zu deutlich steigenden Investitionen in digitale Infrastrukturen und wird unser Wachstum im Innovationsgeschäft verstärken”, sagt Vorstandsmitglied Jürgen Hansjosten.