Exor hält an Fusion von FCA mit PSA fest
Exor hält an Fusion von FCA mit PSA fest
bl Mailand – Fiat-Chrysler-Großaktionär Exor will trotz der Coronavirus-Pandemie sowohl an dem geplanten Fusionsprojekt von Fiat Chrysler (FCA) mit der Opel-Mutter Peugeot Citroën (PSA) als auch an dem Verkauf des Rückversicherers Partner Re an die französische Covéa festhalten. Das versicherte Exor-Chef und FCA-Verwaltungsratschef John Elkann den Exor-Aktionären in einem Brief. Die Projekte seien nicht in Frage gestellt. “Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die geplanten Synergien erreichen”, schrieb Elkann. Geplant sind jährliche Synergien von 3,7 Mrd. Euro.Exor wird mit einem Anteil von 14 % größter Einzelaktionär des künftigen Autokonzerns sein. “Die nächsten 20 Jahre in der Autoindustrie könnten genauso spannend wie die ersten 20 werden”, meint Elkann. Die neue Gesellschaft habe die Ressourcen und die Größe, um in dieser neuen Ära vorn mitzuspielen.Allerdings könnte sich der Zusammenschluss etwas verzögern, schon allein deshalb, weil die Hauptversammlungen bei beiden Unternehmen verschoben wurden, womit sich geplante Ausschüttungen an die Anteilseigner zumindest verzögern. Möglich sind sogar Änderungen bei den Dividendenzahlungen. Denn FCA möchte eventuell Hilfen aus dem Liquiditätsprogramm der italienischen Regierung in Anspruch nehmen, müsste dafür aber im Gegenzug auf die Zahlung der bisher für 2019 vorgesehenen Dividenden von 1,1 Mrd. Euro verzichten.Im Rahmen des Fusionsabkommens mit PSA ist darüber hinaus eine Sonderausschüttung von 5,5 Mrd. Euro an die FCA-Aktionäre vorgesehen. Diese steht zwar grundsätzlich nicht in Frage. Je nach Dauer und Schwere der Krise könnte ein so massiver Liquiditätsabfluss jedoch inopportun sein.Auch der geplante Verkauf von Partner Re für 9 Mrd. Dollar gehe unverändert weiter. Er sei überzeugt, dass Covéa ein guter Partner für das Unternehmen und seine Beschäftigten ist.