Fotokonzern Cewe zeichnet blasses Bild der Zukunft
Fotokonzern Cewe zeichnet blasses Bild der Zukunft
ste Hamburg – Der Fotokonzern Cewe stellt nach der Anfang 2018 vollzogenen Übernahme des Berliner Online-Druck-Anbieters Laserline und der im Februar bekannt gegebenen 80-prozentigen Mehrheitsbeteiligung an dem französischen Foto-App-Spezialisten Cheerz für dieses Jahr eine Umsatzsteigerung um 5 bis 11 % auf 630 Mill. bis 665 Mill. Euro in Aussicht. Das Oldenburger SDax-Unternehmen, dessen Erlöse im vergangenen Jahr um 1,1 % auf gut 599 Mill. Euro wuchsen, geht von einem Umsatzbeitrag durch Laserline von rund 15 Mill. Euro im Segment kommerzieller Online-Druck aus. Wie anlässlich der Vorlage der Jahresbilanz 2017 verlautete, soll sich der Umsatz im zentralen Geschäftsfeld Fotofinishing stabil bis leicht steigend entwickeln, ergänzt um den Cheerz-Beitrag. Mit der Beteiligung will Cewe das Fotogeschäft über mobile Applikationen vor allem in Südeuropa ausbauen. Im Bereich Einzelhandel dürften die Erlöse konstant bleiben oder leicht sinken, so der Konzern weiter.Der Vorstand geht durch die Cheerz-Beteiligung und damit verbundenen Transaktionskosten 2018 noch von einem negativen Ebit-Effekt von etwa 4 Mill. Euro aus. Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Cewe gestern ein Betriebsergebnis (Ebit) von 48 Mill. bis 54 Mill. Euro an, was verglichen mit den 2017 verbuchten 49,2 Mill. Euro (+4,7 %) einem Rückgang um 2 % oder einer Steigerung um bis zu 10 % entspricht. Der im vergangenen Jahr um 10,5 % auf 33,6 Mill. Euro gestiegene Nachsteuergewinn wird zwischen 33 Mill. und 37 Mill. Euro erwartet.Die Prognose stieß an der Börse auf wenig Anklang. Die Cewe-Aktie, 2017 um gut 4 % gestiegen, gab um 1,6 % auf 78,50 Euro nach. Wesentliche Eckzahlen des Geschäftsjahres 2017 sowie die vorgeschlagene neunte Dividendenerhöhung in Folge auf nunmehr 1,85 Euro je Aktie waren bereits bekannt. Das Unternehmen, dessen Ankeraktionär – die Erbengemeinschaft des Gründers Heinz Neumüller – 27,3 % der Aktien hält, erwirtschaftet den Großteil von Umsatz und Ergebnis im Weihnachtsquartal.