GE machen Altlasten und Steuerreform zu schaffen

CEO denkt wieder etwas lauter über Aufspaltung nach

GE machen Altlasten und Steuerreform zu schaffen

sp New York – Der Industrieausrüster General Electric (GE) wird die erst Ende Oktober um ein Drittel eingekürzte Gewinnprognose nur am unteren Ende erreichen. Das teilte der Siemens-Rivale am Dienstag mit, nachdem der Konzern über Altlasten bei seiner Finanzsparte im Umfang von mehr als 6 Mrd. Dollar berichtet hatte und außerdem Belastungen infolge der US-Steuerreform in Höhe von mehr als 3 Mrd. Dollar in Aussicht stellte. Hinzu kommen im Schlussquartal demnach Abschreibungen auf Firmenwerte von annähernd 2 Mrd. Dollar. Die Aktie der Industrieikone, die im vergangenen Jahr zwei Fünftel ihres Werts eingebüßt hat, verlor in New York zeitweise mehr als 4 %.CEO John Flannery, der im Sommer das Zepter vom langjährigen Firmenchef Jeffrey Immelt übernommen hat, denkt derweil wieder lauter über eine Aufspaltung des krisengeplagten Konzerns nach. “Wir haben einen umfassenden Blick auf alle Aspekte des Unternehmens geworfen. Alles lag auf dem Tisch”, sagte Flannery. “Das könnte in viele, viele verschiedene Varianten münden, darunter auch separat gelistete Sparten”, deutete er mögliche Spin-offs über die Börse an. Konkreter äußerte er sich nicht. Mitte November hatte Flannery angekündigt, Assets für 20 Mrd. Dollar veräußern zu wollen und den Konzern künftig auf die Sparten Energie, Luftfahrt und Gesundheit zu konzentrieren.Bereits unter Immelt hatte GE vor Jahren ihre Finanzsparte abgestoßen, die im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Mrd. Dollar verkraften muss. Hintergrund sind Krankenversicherungspolicen, deren Verkauf GE schon vor mehr als einem Jahrzehnt eingestellt hat. Die Finanzsparte werde auf absehbare Zeit keine Dividenden an die Mutter zahlen können, teilte GE mit. Der Konzern selbst hat die Dividende für 2017 bereits auf 12 Cent je Aktie halbiert.