Gea lässt Aktionäre nicht im Regen stehen

Abschlagszahlung auf Dividende - HV verschoben

Gea lässt Aktionäre nicht im Regen stehen

ab Düsseldorf – Die Gea Group verschiebt ihre Hauptversammlung auf Ende des Jahres. Den damit einhergehende Verzug der Dividendenzahlung will Gea mit einer Abschlagszahlung erträglicher machen, wie der Maschinenbauer mitteilte. Demnach soll mit 0,42 Euro die Hälfte des für 2019 vorgesehenen Dividendenbetrags am 6. Mai ausgezahlt werden. Ursprünglich war das Aktionärstreffen für den 30. April angesetzt.Gea nutzt damit als erster deutscher Konzern die mit dem Gesetz zur Abmilderung der Covid-19-Pandemie geschaffene Möglichkeit für eine Abschlagszahlung auf die Dividende, auch wenn es keine entsprechende Ermächtigung in der Satzung gibt. Wie es heißt, schöpft Gea mit dem angekündigten Abschlagsbetrag den gesetzlich maximal möglichen Spielraum aus.Die AG hat im abgelaufenen Turnus nach HGB einen Jahresüberschuss von 284,5 Mill. Euro gezeigt. Davon wurden 131 Mill. Euro in die Gewinnrücklagen gesteckt. Aus dem verbleibenden Bilanzgewinn von gut 154 Mill. Euro soll eine unveränderte Dividende von 0,85 Euro je Aktie gezahlt werden, obwohl 2019 ein Konzernverlust von 171 Mill. Euro aufgelaufen war. Den Dividendenvorschlag hatte Gea-Chef Stefan Klebert anlässlich der Bilanzvorlage Mitte März mit dem deutlich verbesserten Cash-flow und der positiven operativen Entwicklung begründet. Dass Gea trotz der pandemiebedingten Unsicherheiten prinzipiell an der angekündigten Dividendenhöhe festhält, mag auch daran liegen, dass einige aktivistische Aktionäre größere Aktienpakete halten.Wann genau die Hauptversammlung nachgeholt wird, ist noch nicht entschieden. Die zur Verschiebung vom Gesetzgeber geschaffene Alternative, das Aktionärstreffen virtuell durchzuführen, hat das Management nach intensiver Prüfung verworfen. Mit der Verschiebung wolle Gea sicherstellen, dass die Aktionäre die Möglichkeit erhalten, ihre Rechte vollumfänglich wahrzunehmen. – Wertberichtigt Seite 8