Große Stahlrazzia erzeugt Déjà-vu
Große Stahlrazzia erzeugt Déjà-vu
Die neue Kartellrazzia gegen Stahlkonzerne wie ArcelorMittal und Thyssenkrupp sowie diverse Autozulieferer erinnert an das mutmaßliche Fehlverhalten der Autoindustrie: Dort hatten die Unternehmen im Rahmen der Arbeitsgruppen des Lobbyverbands VDA die Größe von Harnstofftanks für Dieselautos abgesprochen. Auch in der Stahlindustrie ist nun neben den Unternehmen wohl auch der Lobbyverband Wirtschaftsvereinigung Stahl von den Ermittlungen des Kartellamts betroffen. Die Branche kann nur hoffen, dass ihre Expertenarbeit in den Gremien des Verbands von der Behörde nicht als wettbewerbswidrige Absprache eingestuft wird. Der Reputationsverlust wäre enorm. Die dann zu zahlenden Kartellbußen könnten im Extremfall Milliardenbeträge sein. Es ist gut, dass das Kartellamt genau hinschaut. Das Geflecht aus Stahlbranche und Autozulieferern umfasst nur ein halbes Dutzend großer Unternehmen. Absprachen sind verlockend einfach, weil nur wenige Teilnehmer an einen Tisch gebracht werden müssen. Den Preis zahlen dann alle Verbraucher.cru