Gute Argumente
Gute Argumente
Wenn einer schwächelt, freuen sich die anderen. Atos-Chef Thierry Breton hätte den Zeitpunkt für ein Übernahmeangebot für Gemalto nicht besser wählen können. Denn der Hersteller von Chipkarten und elektronischen Pässen hat nach mehreren Gewinnwarnungen und einem Verlust im ersten Halbjahr an der Börse seit Beginn des Jahres erheblich an Wert eingebüßt. Um zum Zuge zu kommen, musste Atos jetzt handeln, denn auch US-Konzernen wie Oracle wurde in den vergangenen Monaten Interesse an Gemalto nachgesagt. Das wissen auch die größten Aktionäre des umworbenen Technologiekonzerns – die staatliche Förderbank Bpifrance und die Quandt-Erben. Atos kann sich der Rückendeckung der Bank sicher sein, denn Frankreich hat kein Interesse daran, dass der Spezialist für digitale Sicherheit in amerikanische Hände fällt. Das jedoch gibt den anderen Anteilseignern von Gemalto ein gewichtiges Argument an die Hand, um Atos zu einer Erhöhung der Offerte zu drängen. Zumal Atos ohnehin großes Interesse hat, ihren Bereich Cybersecurity auszubauen.wü