Heidelberger Druckmachinen füllt die Auftragsbücher

Mit "digitaler Transformation" auf dem Weg

Heidelberger Druckmachinen füllt die Auftragsbücher

wb Frankfurt – Heidelberger Druckmaschinen geht das Schlussquartal des laufenden Fiskaljahres (per Ende März) mit einem gefüllten Orderbuch an. Investoren sehen dies und die “begonnene digitale Transformation” positiv und schauen über den konstanten Verlust nach neun Monaten hinweg. Die Aktie des mit knapp 800 Mill. Euro bewerteten, jahrelang defizitären Unternehmens legte gestern bis zu 10 % zu und setzte sich an die SDax-Spitze.Inzwischen trägt die digitale Transformation laut Vorstandschef Rainer Hundsdörfer Früchte. Die mittelfristigen Ziele würden zunehmend greifbar und der Konzern sei auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen. Für 2022 peilt er einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro und einen Nettogewinn über 100 Mill. Euro an. Die Ebitda-Marge soll auf etwa 10 % steigen. Für 2017/2018 geht Heidelberg von einem Umsatz auf Vorjahresniveau (2,5 Mrd Euro) und einer Marge von 7 bis 7,5 % aus. Der Überschuss soll wegen US-Steuerreform-Belastungen deutlich unter den 36 Mill. Euro zuvor rutschen.Die Nachfrage nach Digitaldruckmaschinen sei hoch, und aus nahezu allen Regionen kämen steigende Bestellungen. Sie Bestellungen legten im Quartal per Ende Dezember um 16 % auf 678 Mill. Euro zu. Wegen der Effekte aus der US-Steuerreform fiel ein Verlust von 10 Mill. Euro an. Im Vorjahr hatte der Konzern in den drei Monaten 18 Mill. Euro netto verdient. Währungseffekte ließen den Umsatz leicht auf 603 Mill. Euro sinken. Das um Restrukturierungen bereinigte Ebitda sank von 49 Mill. auf 45 Mill. Euro. Der freie Cash-flow wurde geprägt von Akquisitionen und Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau des Innovationszentrums in Wiesloch. Im dritten Quartal wurde ein positiver Wert von 12 Mill. Euro erreicht. Die operativen Steigerungen und die Wandlung eines Convertible im Juli führten zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 345 (i.V. 246) Mill. Euro. Damit stieg die Eigenkapitalquote auf rund 16 %. Der Leverage liegt mit 1,3 (1,7) unter dem Zielwert von 2.