High-Tech Gründerfonds füllt dritten Topf
High-Tech Gründerfonds füllt dritten Topf
ab Düsseldorf – Der High-Tech Gründerfonds, der sich seit 2005 in der deutschen Gründerszene tummelt, kann das First Closing für seinen dritten Fonds HTGF III vermelden. Eingesammelt wurden 245 Mill. Euro, das Zielvolumen liegt bei 300 Mill. Euro, wie die Bonner mitteilen. Im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Gelder in Start-ups fließen. Pro Unternehmen sind bis zu 3 Mill. Euro vorgesehen, in Ausnahmefällen könnte es aber auch mal mehr sein, heißt es. Pro Jahr will der Fonds bis zu 40 Start-ups finanziell unter die Arme greifen. 26 private KapitalgeberWenngleich das Gros des Investitionsvolumens unverändert aus staatlichen Quellen stammt – der Bund engagiert sich mit bis zu 170 Mill. Euro, von der staatlichen Förderbank KfW kommen noch einmal bis zu 40 Mill. Euro dazu -, haben sich die Bonner inzwischen aber auch in der deutschen Wirtschaft einen Namen gemacht. Bis dato haben 26 Unternehmen Gelder für den HTGF III zugesagt. Waren im ersten Fonds erst sechs Privatunternehmen mit von der Partie, engagierten sich bei dem 2013 geschlossenen Fonds schon 18 Firmen. Der Investitionsanteil aus Wirtschaft und Industrie ist mittlerweile auf rund 30 % gestiegen, jubelt denn auch die KfW. Beim Vorgängerfonds waren es erst 15 %. Das wachsende Interesse aus der Privatwirtschaft sorgt nach den Angaben auch dafür, dass mit dem dritten Fonds auch ältere Start-ups, die bis zu drei Jahre alt sind, mit Risikokapital unterstützt werden können.Die Unternehmen verbinden mit der Investition die Hoffnung, einen Überblick über neue Technologien und Geschäftsmodelle zu gewinnen, sich Zugang zu erfolgversprechenden Themen zu verschaffen und womöglich Partner für Kooperationen zu finden. Mit BASF, Deutscher Post und SAP beteiligen sich drei Dax-Konzerne am HTGF III, aus der zweiten Börsenliga, dem MDax, sind Evonik, Lanxess und Wacker dabei. Doch auch nicht notierte Unternehmen wie B. Braun, Bosch, Haniel und Knauf sind mit von der Partie. Die Liste vervollständigen Altana, Büfa, ein mittelständisches Chemieunternehmen aus Oldenburg, Cewe Color, Drillisch, die Fraunhofer-Gesellschaft, Hettich, Körber, Media +More Venture Beteiligungs GmbH, Phoenix Contact, Postbank, Qiagen, Schufa, Schwarz Gruppe, Stihl, Thüga und Vector Informatik.Thematisch ist der Fonds breit aufgestellt. Drei Investmentteams konzentrieren sich nach den Angaben auf die Schwerpunkte hardwarenahe Ingenieurwissenschaften, Life Science, Chemie und Materialwissenschaft sowie Software und Media Internet.