WERTBERICHTIGT

Höchste Zeit für ein klares Zeichen

Börsen-Zeitung, 28.7.2017 Das auch im langfristigen Vergleich schwache Wachstum von Nestlé im ersten Halbjahr erhöht den Druck auf das Management, starke strategische Veränderungen herbeizuführen. Mit einem organischen Plus von unter 3 % bleibt der...

Höchste Zeit für ein klares Zeichen

Das auch im langfristigen Vergleich schwache Wachstum von Nestlé im ersten Halbjahr erhöht den Druck auf das Management, starke strategische Veränderungen herbeizuführen. Mit einem organischen Plus von unter 3 % bleibt der weltgrößte Lebensmittelkonzern 2017 weit unter den Zuwachsraten früherer Jahre, wobei der Trend schon seit längerem nach unten geht. Der seit Januar amtierende CEO Mark Schneider wurde auch geholt, weil er – vormals Vorstandschef von Fresenius – viel Erfahrung mit Übernahmen und in der Gesundheitsindustrie hat; ein Geschäft, das Nestlé wegen des großen Potenzials und hoher Margen ausbauen will. Seit kurzem ist nun Daniel Loeb bei Nestlé engagiert. Der aktivistische US-Investor moniert, Nestlé wachse im Vergleich zur Konkurrenz zu langsam. Er fordert u.a. eine höhere Rendite, den Verkauf der 23 %-Beteiligung an L’Oréal und Aktienrückkäufe. Letzteres kündigte Nestlé bereits an, ohne dabei auf Loebs Forderung einzugehen. Doch nach den jüngsten Zahlen muss Schneider mehr tun. Er muss ein unmissverständliches Zeichen setzen, dass er bereit ist, das Ruder herumzureißen.md