Holiday Check muss eisern sparen

Börsen-Zeitung, 28.3.2020 mic München - Holiday Check befürchtet Liquiditätsrisiken, sollte die Coronakrise "deutlich länger" anhalten. Dies erklärte der Vorstand bei Vorlage der Jahreszahlen 2019. Trotz der aktuellen Auswirkungen sollte die...

Holiday Check muss eisern sparen

mic München – Holiday Check befürchtet Liquiditätsrisiken, sollte die Coronakrise “deutlich länger” anhalten. Dies erklärte der Vorstand bei Vorlage der Jahreszahlen 2019. Trotz der aktuellen Auswirkungen sollte die Zahlungsfähigkeit aber gewährleistet sein, weil Kosten gesenkt würden, fügte der Onlinevermittler und Anbieter von Pauschalreisen vorsichtig hinzu. Die liquiden Mittel addierten sich den Angaben zufolge aktuell auf 40 Mill. Euro. Der Aktienkurs, der in den vergangenen fünf Wochen in der Spitze um 65 % gesunken war und die Aktie auf das Niveau eines Penny Stocks drückte, legte um 11 % auf 1,24 Euro zu.Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand mit einem deutlich negativen Ergebnis (operatives Ebitda) und einem erheblichen Sinken des Bruttoergebnisses (Umsatz abzüglich Aufwand). Im vergangenen Jahr sank das – vom Unternehmen so definierte – operative Ebitda um 35 % auf 7,0 Mill. Euro, und das Bruttoergebnis stieg um 2 % auf 141 Mill. Euro. Der Verlust betrug – 4,6 Mill. Euro nach einem Gewinn von 1,9 Mill. Euro im Vorjahr.Holiday Check will die Personalkosten senken, ohne Beschäftigte abzubauen, wird weiter mitgeteilt. Zu den Maßnahmen zählen ein Verzicht auf Gehaltserhöhungen, Kurzarbeit und ein teilweiser Gehaltsverzicht des Vorstands. Außerdem wird das Marketing auf ein Minimum reduziert.