Honeywell steht vor Abspaltung von Aktivitäten
Honeywell steht vor Abspaltung von Aktivitäten
Reuters/BZ New York/Frankfurt – Der Industriekonzern Honeywell plant Insidern zufolge die milliardenschwere Abspaltung von Geschäftsaktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, und die Schaffung von mindestens zwei börsennotierten Unternehmen. Mit dem Schritt wolle der Konzern seine Struktur verschlanken, sagten Informanten, die mit den Plänen vertraut sind. Honeywell erwäge, das Turbolader-Geschäft in eine der beiden neuen Firmen auszugliedern. Derzeit gehört es zum Bereich Luft- und Raumfahrt. Honeywell könnte das Vorhaben bereits in dieser Woche verkünden. Der in Morristown ansässige Konzern wollte sich nicht dazu äußern. Das Unternehmen ist in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Transportsysteme, Spezialchemikalien sowie Automatisierungs- und Steuerungstechnik tätig.Der Umbau wäre die erste größere Reorganisation unter dem neuen Chief Executive Officer (CEO) Darius Adamczyk, der Ende März Dave Cote abgelöst hatte. Honeywell steht derzeit unter dem Druck des New Yorker Hedgefonds Third Point, der auf einen Spin-off der Flugzeugsparte dringt. Eine Abspaltung könnte den Unternehmenswert in die Höhe treiben, zeigte sich Third Point überzeugt. Honeywell hatte im April versichert, dass man einen möglichen Spin-off umfassend und objektiv prüfen werde.