Hugo Boss bedient Aktionäre mit großzügiger Dividende

Ausschüttungsquote von 93 Prozent - Aktie fester

Hugo Boss bedient Aktionäre mit großzügiger Dividende

md Frankfurt – Hugo Boss hat einen vorsichtigen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben, der von der Coronavirus-Epidemie geprägt ist. “Nach einem sehr guten Start”, sagte Vorstandschef Mark Langer in der Telefonkonferenz, “ist unser Geschäft in Asien aktuell von den Auswirkungen des Coronavirus erheblich beeinträchtigt.” Das Management rechne zwar damit, dass sich die Geschäfte bis zur Jahresmitte normalisieren, doch würden die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung von Covid-19 die Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2020 erheblich belasten. Im ersten Quartal sei deswegen beim operativen Gewinn (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Ebit) mit Einbußen im niedrigen einstelligen Millionenbereich zu rechnen.Der Modekonzern avisiert für das laufende Jahr einen Umsatz, der im Vergleich zu 2019 um bis zu 2 % wachsen, aber auch auf dem Vorjahresniveau landen könnte. Im vergangenen Turnus waren die Erlöse um 3,1 % auf 2,88 Mrd. Euro gestiegen. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei 2 %. Das operative Ergebnis soll 2020 zwischen 320 Mill. und 350 Mill. Euro liegen. Das entspräche einer Veränderung von minus 7 % bis plus 1,7 % im Vergleich zu 2019, als das Ebit mit 344 Mill. Euro ausgewiesen wurde. Bereinigt um IFRS -6-Effekte gab der operative Gewinn im Vorjahr um 4 % auf 333 Mill. nach. Nach den schwachen ersten neun Monaten sorgte das Schlussquartal 2019 dafür, dass die Mitte Oktober reduzierten Jahresziele erreicht wurden. Das Zwei-Marken-Unternehmen – Boss steht vor allem für klassisches Business-Outfits und Hugo für zwanglose (Freizeit-)Kleidung – setzte wechselkursbereinigt 825 Mill. Euro um (+4 %) und kam auf ein um IFRS-16-Effekte bereinigtes Ebit von 122 Mill. Euro (+ 9 %). Rendite von 7 Prozent Hugo Boss hat sich eine Ausschüttungsquote von 60 bis 80 % auf die Fahnen geschrieben. Trotz des Gewinnrückgangs wird die Dividende aber auf 2,75 (i. V. 2,70) Euro je Aktie erhöht, was eine Ausschüttungsquote von 93 (79) % ergibt. CFO Müller begründet die Anhebung der Dividende und die über der Zielspanne liegende Quote mit Dividendenkontinuität und dem freien Cash-flow von 207 Mill. Euro (+ 22 %), der die Ausschüttungssumme von 190 (186) Mill. Euro mehr als abdecke. Nach starken Schwankungen schlossen Hugo Boss auf Xetra mit 39,07 Euro (+2,8 %). Auf dieser Basis liegt die Dividendenrendite bei 7 %.Langer betonte, trotz der aktuell turbulenten Zeit sei Hugo Boss auf einem guten Weg. Das Online-Geschäft wachse überdurchschnittlich (2019 um 35 % auf 151 Mill. Euro), und in Nordamerika gebe es Zeichen einer Besserung der Marktlage. Langer blieb aber vage, ob das Mittelfristziel einer Ebit-Marge von 15 % wie ursprünglich geplant 2022 erreicht wird. Details dazu soll es Mitte Juni auf dem Kapitalmarkttag geben. – Personen Seite 16