Hugo Boss macht bei Umbau Fortschritte

US-Geschäft wächst wieder - Prognose bestätigt

Hugo Boss macht bei Umbau Fortschritte

igo Stuttgart – Der Modekonzern Hugo Boss ist in den vergangenen Monaten mit seiner Neuaufstellung vorangekommen und will in den kommenden Jahren auf seinen alten Wachstumspfad zurückfinden. Im Rahmen einer Investorentagung teilte der Konzern am Mittwoch mit, 2018 Umsatz und Ergebnis steigern zu wollen. Ab 2019 will Boss stärker als der Markt wachsen und profitabler werden. Boss erwartet für 2017 ein Marktwachstum von 2 % bis 3 %. Von 2018 bis 2022 soll das Plus jährlich 3 % bis 4 % betragen.Der Optimismus von Vorstandschef Mark Langer rührt aus der neuen, auf zwei Kernmarken reduzierten Markenstrategie des Konzerns. Die Auftragseingänge seien nach der Präsentation der entsprechenden neuen Kollektionen für 2018 zweistellig gestiegen. Am Markt kam dieser Ausblick gut an, zudem waren die Quartalszahlen bei Boss besser ausgefallen, als Analysten geschätzt hatten. Der Kurs der MDax-Aktie zog zeitweise um 6 % an.Die ersten positiven Effekte des von Langer angestoßenen Umbaus (vgl. BZ vom 10. März) zeigten sich im zweiten Quartal. So wuchs in dem Zeitraum das US-Geschäft erstmals seit zwei Jahren wieder. Dort hatte Boss das Großhandelsgeschäft wegen des harten Preiskampfes neu organisiert und dabei unrentable Händlerbeziehungen beendet. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hält der Konzern auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aufrecht und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Umsatz auf Vorjahresniveau sowie einen Gewinnanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.Allerdings geht Boss mittlerweile von einem höheren freien Cash-flow zum Jahresende aus. Ab Herbst will der Konzern ein neues Konzept für seine eigenen Läden einführen. Daher würden sich einige ursprünglich für das laufende Jahr geplante Renovierungen in das kommende Jahr verschieben, wodurch die Investitionen für 2017 nunmehr auf 130 Mill. bis 150 Mill. Euro taxiert werden, statt wie bisher auf bis zu 170 Mill. Euro. Der freie Cash-flow soll daher im Vergleich zum Vorjahr auf 250 Mill. Euro steigen. Bisher wurde das Vorjahresniveau von 220 Mill. Euro angestrebt.Das Umsatzwachstum auf Konzernebene betrug im Berichtszeitraum 2 % auf 636 Mill. Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten (Ebitda) lag mit 107,7 Mill. Euro trotz höherer Investitionen in das Online-Geschäft sowie gestiegener Marketingaufwendungen auf dem Niveau des Vorjahresquartals, war von Analysten aber ebenso wie Umsatz und Nettoergebnis, das von 11 Mill. Euro auf 58 Mill. Euro wuchs, niedriger erwartet worden.