Iberdrola erntet Früchte der Investitionsoffensive
Iberdrola erntet Früchte der Investitionsoffensive
ths Madrid – Die massiven Investitionen der letzten Jahre haben Iberdrola zu einem kräftigen Wachstum verholfen. Der spanische Energieversorger steigerte im vergangenen Jahr den Nettogewinn gegenüber 2018 um 13 % auf 3,4 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Das Betriebsergebnis (Ebitda) erhöhte sich um 8 % und lag erstmals über 10 Mrd. Euro.An der Madrider Börse war Iberdrola der Tagessieger, zumal die Dividende um 14 % auf 0,40 Euro erhöht wurde und für das laufende Jahr ein Gewinnanstieg “im oberen einstelligen Bereich” in Aussicht gestellt wurde.Der Konzern hatte seine Investitionen 2019 gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf gut 8 Mrd. Euro angehoben. Davon entfielen jeweils rund 40 % auf erneuerbare Energien sowie das Netzgeschäft. Damit erhöhte Iberdrola ihre Kapazitäten um 5 GW und zählt mittlerweile 60 Millionen Kunden, hauptsächlich in Spanien, Portugal, Großbritannien, den USA, Mexiko und Brasilien.Gut die Hälfte des Ebitda kam aus der Sparte Netze, wo Iberdrola unter anderem regulatorische Veränderung in Brasilien zugutekamen. Der Bereich Erzeugung und Vertrieb legte dank einer höheren Produktion in Mexiko um 21 % zu.Dagegen ging das Ebitda bei den erneuerbaren Energien leicht zurück auf knapp 2,4 Mrd. Euro. Denn durch das extrem trockene Jahr fiel die Erzeugung von Wasserkraft in Spanien, einem der wichtigsten Bereiche des Unternehmens, um ein Drittel, was durch den Zuwachs bei der Windkraft nicht ganz aufgefangen werden konnte.Der Vorsitzende von Iberdrola, Ignacio Sánchez Galán, schloss auf einer Analystenkonferenz Übernahme von Mitbewerbern aus und spielte Berichte über Gespräche der Spanier mit Pennsylvania Power and Light herunter. Die Spanier setzen auf Wachstum aus eigener Kraft, weshalb die Investitionen in diesem Jahr noch einmal erhöht werden auf 10 Mrd. Euro. Dabei geht der Großteil erneut in die erneuerbaren Energien und die Netze.Iberdrola kann im ersten Quartal einen Zugewinn von 485 Mill. Euro für den Verkauf ihres Anteils an Siemens Gamesa einstreichen, nachdem die Spanier und der Münchener Konzern seit der Fusion mit Gamesa viele Streitigkeit hatten.