Immofinanz und S Immo für neue Fusionsgespräche offen
Immofinanz und S Immo für neue Fusionsgespräche offen
Reuters Wien – Die durch gegenseitige Beteiligungen verbundenen Wiener Immobilienkonzerne Immofinanz und S Immo können sich einen neuen Anlauf für Gespräche über eine mögliche Fusion vorstellen. Das aktuelle Corona-Umfeld beschränke aber derzeit den Handlungsspielraum, teilten die beiden Unternehmen mit. “Eine Wiederaufnahme von Gesprächen für einen Zusammenschluss der beiden Gesellschaften schließen wir generell nicht aus und stehen auch dieser Möglichkeit offen gegenüber”, hieß es bei Immofinanz. Der Konzern ist mit gut 29 % größter Einzelaktionär des kleineren Rivalen. S Immo wiederum hält knapp 12 % an Immofinanz.Der aktivistische Investor Petrus Advisers spricht sich für eine mögliche Fusion von Immofinanz und S Immo aus. Es gebe “hervorragende strategische Überschneidungen”, teilte der Hedgefonds mit. “Nach detaillierter Analyse der Kombination schätzen wir Synergien von 19 bis 28 Mill. Euro, die unserer Bewertung nach rund 300 bis 500 Mill. Euro Wert bedeuten, was 13 bis 23 % der kombinierten Pro-forma-Marktkapitalisierung entspricht”, hieß es.Eine Fusion der beiden Immobilienfirmen steht schon länger im Raum. Im Herbst wurden die Pläne allerdings aufgegeben, da man sich nicht über die Bewertung einig wurde. Neuen Nährstoff für Fusionsgerüchte lieferte der österreichische Investor Ronny Pecik, der Ende Februar mit einem Geschäftspartner 10,7 % an Immofinanz erwarb. An S Immo hält Pecik gut 14 %.