In den nächsten Jahren will Aurubis kräftiger sparen

Kupferkonzern arbeitet an Maßnahmenkatalogen

In den nächsten Jahren will Aurubis kräftiger sparen

ste Hamburg – Der Kupferkonzern Aurubis weitet Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung aus. Der seit Mitte 2019 amtierende Vorstandsvorsitzende Roland Harings erklärte in der Hauptversammlung, das bisherige Effizienzsteigerungsprogramm werde “nicht all unsere Erwartungen erfüllen”. Die Marktbedingungen vor allem auf den Konzentratmärkten hätten sich schneller verschlechtert als gedacht. Man werde sich jetzt stärker auf die Kostenseite fokussieren, um “signifikante Einsparungen” zu erreichen.Harings sagte, zunächst seien Maßnahmen im Werk Hamburg, in den Verwaltungs- und Serviceeinheiten sowie im Einkauf von allem, was nichts mit Einsatzmaterialien zu tun habe, vorgesehen. Bis Ende März sollen für diese drei Arbeitsbereiche “Maßnahmenkataloge” feststehen, die Aurubis dann bis Ende des Geschäftsjahres 2022/23 sukzessive umsetzen will.”Wichtig ist für mich, dass wir die Resultate im Unternehmenserfolg sehen”, betonte Harings. Mit der Verarbeitung von Kupferkonzentraten, der Verarbeitung von Recyclingmaterial sowie mit dem Produktgeschäft, vor allem dem Draht- und Stranggussgeschäft, würden aber alle drei Standbeinen des Konzerngeschäfts weiter gestärkt. Nur so ließen sich stabile Resultate erzielen.Der Aurubis-Chef unterstrich weiter, dass man sich mit der Multi-Metall-Strategie auf dem richtigen Weg befinde. Mit ihr werde die Abhängigkeit von den Zyklen des Kupfergeschäfts reduziert. Harings bekräftigte, auch durch Zukäufe zu wachsen. “Bis 2023 werden wir hier Erfolge liefern, insbesondere im Recyclinggeschäft.” Die 2019 angekündigte Übernahme des Recycling- und Raffinationsunternehmens Metallo hat weiter nicht die Genehmigung der europäischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden. Eine Entscheidung wird bis Anfang April erwartet.