Indus im Sog der Automobilkrise
Indus im Sog der Automobilkrise
ab Düsseldorf – Die Beteiligungsholding Indus hat ihre im Oktober revidierte Prognose im abgelaufenen Turnus erreicht. Trotz der anhaltenden Schwäche in der Fahrzeugtechnik landete das um Wertminderungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern nach vorläufigen Zahlen bei 135 (i.V. 151) Mill. Euro, wie mitgeteilt wird. An Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen mussten in der Fahrzeugtechnik 17 Mill. Euro verbucht werden, so dass das Ebit auf 118 Mill. Euro abrutschte. Hier war Indus zuletzt von einem Wert zwischen 116 und 122 Mill. Euro ausgegangen. Der Schwäche in der Automobilindustrie standen Rekordergebnisse in den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau sowie Bau/Infrastruktur gegenüber.Dank der Entwicklung in diesen beiden Segmenten, die Bestmarken im Umsatz schrieben, konnte der Konzernumsatz um fast 2 % auf 1,74 Mrd. Euro ausgebaut werden. Damit bewegen sich die Erlöse in der geplanten Spannbreite von 1,72 bis 1,77 Mrd. Euro. Highlight war die Entwicklung des operativen Cash-flow, der auf 168 (96) Mill. Euro hochschnellte. Neben einer deutlichen Reduzierung des Anstiegs im Working Capital war dafür nach den Angaben auch der neue Leasingbilanzierungsstandard IFRS 16 verantwortlich.Besser als im Vorjahr entwickelte sich nach den Angaben auch das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik. Zu außerordentlichen Belastungen kam es dagegen im Segment Metalltechnik. Hier würden aufgrund europäischer Vorgaben im laufenden Turnus die Aktivitäten in der Kunststoffgalvanik eingestellt, heißt es. Das führte 2019 zu “erheblichen Einmalbelastungen”. Indus-Chef Johannes Schmidt spricht von einem in Summe soliden Jahr und fügt hinzu: “2020 gilt es nun, weiter konsequent an der Bereinigung der Probleme im Bereich Fahrzeugtechnik zu arbeiten.” Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten Wirkung, Akquisitionen blieben im Blick.