Innogy kauft erstmals in USA zu

Börsen-Zeitung, 23.12.2017 cru Frankfurt - Nachdem Innogy in den vergangenen Tagen wegen einer Gewinnwarnung und des Rauswurfs des Vorstandschefs von den Investoren abgestraft wurde, macht die RWE-Tochter jetzt erstmals mit einer Akquisition in den...

Innogy kauft erstmals in USA zu

cru Frankfurt – Nachdem Innogy in den vergangenen Tagen wegen einer Gewinnwarnung und des Rauswurfs des Vorstandschefs von den Investoren abgestraft wurde, macht die RWE-Tochter jetzt erstmals mit einer Akquisition in den USA auf sich aufmerksam. Der Stromnetzbetreiber übernimmt dort mehrere Windparkprojekte. In einem ersten Schritt werde der Konzern von der britischen Investmentgesellschaft Terra Firma im zweiten Quartal 2018 das amerikanische Onshore-Wind-Entwicklungsgeschäft Everpower Wind Holdings übernehmen, teilte Innogy am Freitag mit. “Der US-Markt ist einer unserer bedeutendsten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien”, erklärte Innogy-Vorstand Hans Bünting.Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Ökostromsparte trägt als kleinste von drei Sparten des Konzerns rund 15 % zum operativen Gewinn bei, gilt aber zugleich als die Sparte mit dem größten Wachstumspotenzial. Laut Goldman Sachs profitiert Innogy mit dem Zukauf noch in diesem Jahr von einer 100-prozentigen US-Steuerbefreiung für das Projekt. Der Kurs der im MDax notierten Innogy-Aktie reagierte am Freitag auf die US-Akquisition mit einem Plus von zeitweise 2,5 % auf 32,60 Euro, liegt damit aber noch immer deutlich unter dem Ausgabepreis von 36 Euro beim Börsengang im Oktober 2016.