ISS schlägt sich bei Deutsche Wohnen auf die Seite von Elliott
ISS schlägt sich bei Deutsche Wohnen auf die Seite von Elliott
ISS schlägt sich bei Deutsche Wohnen auf die Seite von Elliott
hek Frankfurt
Der einflussreiche Stimmrechtsberater Institutional Shareholder Services (ISS) unterstützt die Forderung des amerikanischen Hedgefonds Elliott nach einer Sonderprüfung beim Immobilienkonzern Deutsche Wohnen. Stein des Anstoßes ist ein unbesicherter Darlehensvertrag über bis zu 2 Mrd. Euro mit der neuen Muttergesellschaft Vonovia. Eine Sonderuntersuchung erscheine gerechtfertigt, schreibt ISS in ihren Empfehlungen an die Aktionäre von Deutsche Wohnen für die Hauptversammlung am 15. Juni und rät, für den Antrag der Elliott-Gesellschaft Cornwall zu stimmen. Es erscheine aber noch verfrüht, dem Management von Deutsche Wohnen die Entlastung zu verweigern.
Laut Cornwall soll der Sonderprüfer untersuchen, ob Deutsche Wohnen durch den Kredit an Vonovia ein Nachteil entstanden ist, etwa weil man das Geld gewinnbringender hätte anlegen können. Außerdem soll geprüft werden, ob das Darlehen dem Erwerb von Deutsche-Wohnen-Aktien gedient habe. Cornwall hegt den Verdacht auf eine unzulässige Finanzierungshilfe für Vonovia. Der Aufsichtsrat von Deutsche Wohnen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er empfiehlt, den Antrag abzulehnen. Für eine Sonderprüfung gebe es keinen Anlass. Elliott ist nach eigenen Angaben zweitgrößter Anteilseigner von Deutsche Wohnen, liegt aber unter den Meldeschwellen von 3% bzw. 5%. Vonovia kontrolliert die Tochter mit fast 87% der Stimmen.
