Jenoptik setzt auf Erholung im zweiten Halbjahr

Vorstand erwartet Einhaltung der Marktprognosen

Jenoptik setzt auf Erholung im zweiten Halbjahr

hek Frankfurt – Der Fotonikkonzern Jenoptik ist zuversichtlich, im laufenden Jahr die Analystenprognosen zu erreichen. Der Vorstand habe bereits zu Jahresbeginn auf die Corona-Pandemie reagiert und erwarte ein stärkeres zweites Halbjahr, teilt Jenoptik mit. Spätestens ab dem nächsten Jahr sollten die Projekte zur Strukturanpassung und Effizienzsteigerung sowie das Portfoliomanagement zu einer Beschleunigung des Wachstums und einer höheren Profitabilität beitragen.Die Analystenschätzungen für 2020 liegen im Schnitt bei 800 Mill. Euro Umsatz und einer Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 14,3 %. Für das zweite Quartal rechnet Jenoptik coronabedingt mit weiteren Einbußen bei Umsatz und Ergebnis, insbesondere im Automobilgeschäft und in der Luftfahrtindustrie. Im Startquartal, dem saisonal schwächsten Jahresviertel, ging der Umsatz, bereinigt um die Entkonsolidierung von Hillos, um 8 % auf 165 Mill. Euro zurück. Das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte von 23,8 Mill. Euro auf rund 17 Mill. Euro. Damit gab die Marge von 12,9 % auf 10,5 % nach. Die Geschäfte mit öffentlichen Auftraggebern und den Halbleiterausrüstern seien nicht von der Pandemie betroffen, heißt es. An der Börse kam die Mitteilung gut an: Die im SDax vertretene Aktie legte am Mittwoch um 11,7 % auf 21,14 Euro zu.Einschließlich der Sondereinflüsse lag das Ebitda in den ersten drei Monaten bei 14 Mill. Euro. Der freie Cash-flow drehte von minus 5,1 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf mehr als 14 Mill. Euro. Der Auftragseingang legte, bereinigt um Hillos, um 3,6 % auf 212 Mill. Euro zu. Die Liquiditätssituation sei komfortabel, Jenoptik verfüge zudem über 200 Mill. Euro ungenutzte Kreditlinien.