Karstadt flüchtet unter Schutzschirm
Karstadt flüchtet unter Schutzschirm
ab Düsseldorf – Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof samt der Tochter Karstadt Sports flüchtet unter den insolvenzrechtlichen Schutzschirm. Das Amtsgericht Essen habe dem Antrag auf Einleitung eines entsprechenden Verfahrens bereits stattgegeben, teilte das Unternehmen mit. Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens sind Unternehmen vor dem Zugriff ihrer Gläubiger geschützt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Sanierungsexperte Frank Kebekus bestellt, Generalbevollmächtigter ist Arndt Geiwitz. Durch die staatlich verordneten Zwangsschließungen verliert der Warenhausbetreiber nach den Angaben jede Woche mehr als 80 Mill. Euro an Umsatz. “Die harten wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für den innerstädtischen Non-Food-Handel und die langwierige Umsetzung staatlicher Hilfe über die Hausbank haben diesen Schritt notwendig gemacht”, heißt es. Die Gespräche mit der Hausbank waren ohne Ergebnis geblieben. Das Schutzschirmverfahren solle nun genutzt werden, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Die Signa-Gruppe als Eigentümerin werde zusätzliche Beträge in dreistelliger Millionenhöhe bereitstellen.