KKR strebt Squeeze-out bei Axel Springer an
KKR strebt Squeeze-out bei Axel Springer an
sp/dpa-afx Berlin – Nach dem Abschied von der Börse folgt beim Berliner Medienhaus Axel Springer jetzt ein “Servus” an die verbliebenen Minderheitsaktionäre. Denn der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR), der bereits im vergangenen Jahr bei Springer eingestiegen ist und mittlerweile 47,6 % der Anteile hält, will sich alle noch im Streubesitz befindlichen Aktien in der Größenordnung von 0,9 % sichern. Dem Vorstand der Axel Springer SE sei mitgeteilt worden, dass KKR über ihre Holdinggesellschaft Traviata B.V. zeitnah einen sogenannten Squeeze-out der Minderheitsaktionäre anstrebe, wie der Konzern mitteilte. Dabei können die restlichen Aktionäre gegen eine angemessene Barabfindung vom Großaktionär herausgedrängt werden. Die für nächste Woche geplante Hauptversammlung wird in das vierte Quartal verschoben und soll auch über die Pläne für den Squeeze-out abstimmen. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Dividende, auf die Springer im Juni eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 % der geplanten Ausschüttung – also 58 Cent je Aktie – leisten will.Neben dem Großaktionär KKR bestimmt weiterhin die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, zusammen mit Vorstandschef Mathias Döpfner den Kurs des Medienhauses. Sie halten gemeinsam rund 45,4 % des Grundkapitals. Auf die Enkel des Verlagsgründers, Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer, entfallen 6 %.