WERTBERICHTIGT

Klärungsbedarf in der Autoallianz

Börsen-Zeitung, 16.9.2017 Investoren, die bei der Präsentation des neuen Strategieplans der vergangenes Jahr um Mitsubishi erweiterten Allianz von Renault und Nissan auf eine Konsolidierung des Verbunds oder eine Erhöhung der gegenseitigen...

Klärungsbedarf in der Autoallianz

Investoren, die bei der Präsentation des neuen Strategieplans der vergangenes Jahr um Mitsubishi erweiterten Allianz von Renault und Nissan auf eine Konsolidierung des Verbunds oder eine Erhöhung der gegenseitigen Beteiligungen gehofft hatten, um die Integration der drei Autobauer voranzutreiben, wurden enttäuscht. Erstmal soll alles beim Alten bleiben. Ebenfalls ungeklärt ist die Vorbereitung einer Nachfolgeregelung für Renault- und Allianz-Chef Carlos Ghosn. Sein derzeitiges Mandat bei dem französischen Autobauer endet nächstes Jahr, doch bisher hat er dort keine offizielle Nummer 2, an die er die operative Geschäftsführung abgeben könnte. Selbst wenn er noch einmal für vier Jahre ein weiteres Mandat übernehmen sollte, muss Renault dringend beginnen, einen geeigneten Nachfolger aufzubauen. Das gilt auch für die Allianz, denn das jetzige Management-Modell mit Ghosn als allmächtigem Chef ist überholt und gefährlich. Bleibt zu hoffen, dass Ghosn bei der Vorstellung des neuen Strategieplans von Renault Anfang Oktober eine Antwort auf diese offenen Fragen hat.wü