Kreis der Niki-Interessenten wächst und wächst
Kreis der Niki-Interessenten wächst und wächst
lis Frankfurt – Der heutige Donnerstag ist ein entscheidender Tag für die beiden Töchter der insolventen Air Berlin, Niki und Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW). Bei den Österreichern können potenzielle Käufer beim vorläufigen Insolvenzverwalter Lucas Flöther verbindliche Angebote einreichen, in Sachen LGW dürfte die EU-Kommission entscheiden, ob die Fluglinie bei Lufthansa landen darf oder nicht.Mit der Interessenbekundung der Schweizer PrivatAir ist der Kreis der potenziellen Käufer für Niki auf ein halbes Dutzend gestiegen. Von Reuters zitierte Insider sprechen auch von der British-Airways-Mutter IAG als möglichem Bieter, außerdem sind Ryanair, die Condor-Mutter Thomas Cook, Niki-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda und das Berliner Bieterkonsortium Zeitfracht/Nayak im Rennen.Flöther äußerte sich bereits zuversichtlich, für Niki nach dem Scheitern der Übernahme des Ferienfliegers durch die Lufthansa einen neuen Eigentümer zu finden. Auch der neuen österreichischen Regierung liegt viel daran, Niki zu erhalten. “Ich bin sehr optimistisch, dass wir für Österreich die beste Lösung finden”, sagte Infrastruktur-Minister Norbert Hofer dem Sender oe24tv. Bund bekommt GeldUnterdessen hat der Bund einen Teil seines 150-Mill.-Euro-Überbrückungskredits für die insolvente Air Berlin zurückerhalten. In Finanzkreisen wurden Medienberichte bestätigt, wonach Air Berlin 40 Mill. Euro an die KfW zurückgezahlt hat. Der Großteil des bereits zurückgezahlten Betrags, nämlich 36,5 Mill. Euro, stammt aus dem bereits vollzogenen Verkauf von Firmenteilen an die britische Easyjet. Zusätzlich könnten 18 Mill. Euro von der Lufthansa für die LG Walter fließen. Die EU-Kommission wird dem Vernehmen nach heute grünes Licht für die Übernahme der LGW durch Lufthansa geben, allerdings unter der Bedingung, dass die Lufthansa auf Start- und Landerechte etwa in Düsseldorf verzichtet.