Krisenerprobt
Krisenerprobt
ste – Mitte 2021 gibt Frank Witter mit dann 62 Jahren den Posten des Finanzvorstands von Volkswagen auf, den er im Oktober 2015 kurz nach Bekanntwerden der Dieselabgasaffäre als Nachfolger des zum Aufsichtsratsvorsitzenden beförderten Hans Dieter Pötsch übernommen hatte. Die Coronakrise, die weltweit Regierungen sowie Notenbanken derzeit massiv intervenieren lässt und auch VW vor Herausforderungen stellt, hat an dem im Februar bekannt gewordenen Entschluss des Bankkaufmanns und studierten Wirtschaftswissenschaftlers nichts geändert.Witter hatte sich bereits vom Aufsichtsrat dazu bewegen lassen, den im Oktober auslaufenden Vertrag um neun Monate zu verlängern, um die Nachfolgeregelung zu erleichtern. Der Hannoveraner, der 1992 nach einer ersten Berufsstation bei BASF zu VW kam und seitdem bis auf ein Intermezzo 2001/2002 bei der SAir Group in der Schweiz für den Wolfsburger Autobauer tätig ist, geht aus persönlichen Gründen. Er wolle mehr Zeit für seine Familie haben, sagt er. Witter ist dreifacher Vater – zwei seiner Kinder sind noch minderjährig. Der ehemalige Fußball-Zweitligaspieler hat bei VW einige Turbulenzen erlebt, so auch die Folgen der Finanzkrise. Auf dem Höhepunkt, dem Tag der Lehman-Pleite am 15. September 2008, wurde er Chef der Finanztochter VW Financial Services.