Krones meldet niedrigsten Gewinn seit Finanzkrise

Operative Schwäche und Sonderlasten lassen Ergebnis 2019 einbrechen - Mehr Aufträge im vierten Quartal

Krones meldet niedrigsten Gewinn seit Finanzkrise

mic München – Krones hat das Jahr 2019 mit dem niedrigsten Gewinn seit der Finanzkrise abgeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern sank den vorläufigen Zahlen zufolge um 80 % auf 41,7 Mill. Euro, obwohl der Umsatz um 2,7 % auf knapp 4 Mrd. Euro zulegte (siehe Tabelle). Rückstellungen für Personalabbau und Wertminderungen eingestellter Aktivitäten sorgten für einen Teil des Rückgangs. Eine Aussage zur Dividende für das vergangene Jahr enthält die Mitteilung nicht.Die Sonderbelastungen in Höhe von 70 Mill. Euro waren bereits Mitte Dezember kommuniziert worden (vgl. BZ vom 13.12.2019). Doch auch bereinigt um diesen Einmaleffekt fiel die Vorsteuermarge mit 2,8 % zwar auf Höhe der gesenkten Prognose von 3 %, aber so niedrig aus wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr. Mittelfristig peilt Krones eine Marge von 6 % bis 8 % an. Öffentlichkeit ausgeschlossenIm vierten Quartal verfehlte Krones die durchschnittlichen Profitabilitätserwartungen der Analysten um rund 13 %. Der Aktienkurs, der im Tagesverlauf in der Spitze um 4 % gesunken war, erholte sich nach einer Analystenkonferenz auffällig und ging mit einem Minus von nur 0,4 % auf 70,00 Euro aus dem Xetra-Handel. Zu der Konferenz waren Journalisten, wie bei Krones üblich, auch als Zuhörer nicht zugelassen. Die offenbar relevanten Neuigkeiten standen damit nur einem engen Kreis von Kapitalmarktteilnehmern zur Verfügung. Auf einem Kapitalmarkttag am 19. März will die Firma die Prognose 2020 präsentieren und Details des Sparprogramms nennen.Im vierten Quartal fiel der Auftragseingang positiv auf. Er stieg um 10 % auf 1,1 Mrd. Euro, so dass im Gesamtjahr ein Plus von 3,2 % auf 4,1 Mrd. Euro zu Buche steht. Auf Ebene des Free Cash-flow musste Krones einen Mittelabfluss von 94 Mill. Euro hinnehmen. Das Management begründete dies mit dem höheren Working Capital zum Stichtag. Das durchschnittliche Working Capital im Verhältnis zum Umsatz sei dagegen von 27,3 % auf 26,9 % gesunken. In der Addition der Jahre 2015 bis 2019 hat Krones aber keinen Mittelzufluss verbucht.