Kühne muss sich bei Hapag gedulden

Börsen-Zeitung, 6.6.2020 ste Hamburg - Großaktionär Klaus-Michael Kühne muss bei Hapag-Lloyd auf einen zweiten Sitz im Aufsichtsrat warten. Beim virtuellen Aktionärstreffen der Containerreederei wurde als Nachfolger von Rainer Klemmt-Nissen Isabella...

Kühne muss sich bei Hapag gedulden

ste Hamburg – Großaktionär Klaus-Michael Kühne muss bei Hapag-Lloyd auf einen zweiten Sitz im Aufsichtsrat warten. Beim virtuellen Aktionärstreffen der Containerreederei wurde als Nachfolger von Rainer Klemmt-Nissen Isabella Niklas als Vertreterin der mit 13,9 % beteiligten Stadt Hamburg in das Kontrollgremium gewählt. Kühne, der in den vergangenen Monaten seinen Anteil auf gut 30 % ausgeweitet hatte und auf Augenhöhe mit der chilenischen CSAV liegt, die auf zwei Mandate kommt, hatte kurz vor der Versammlung seinem Wunsch nach einem weiteren Sitz öffentlich Ausdruck gegeben (vgl. BZ vom 29. Mai). Ein Antrag wurde frist- und formgerecht jedoch nicht eingereicht, wie die Reederei festgestellt hatte. Kühne erwartet nun, spätestens zur Hauptversammlung 2021 ein Mandat zu erhalten. Allerdings sieht eine Aktionärsvereinbarung zwischen den drei Ankeraktionären derzeit keinen zweiten Sitz für Kühne vor.Die Aktionäre stimmten bei dem Treffen dem Vorschlag einer auf 1,10 (i. V. 0,15) Euro je Aktie steigenden Dividende für 2019 zu. Vorstandschef Rolf Habben Jansen verwies auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr und betonte die “enge Verbundenheit mit unseren Aktionären”. – Personen Seite 12