LEG liefert wie angekündigt

Dividendenerhöhung - Niedrigzins abgesichert

LEG liefert wie angekündigt

ab Düsseldorf – Der Immobilienkonzern LEG hat 2017 geliefert und teils sogar besser abgeschnitten als erwartet. Dank der Bestandsaufwertung um grob gerechnet 1 Mrd. Euro zeigten die Düsseldorfer beim Nettovermögenswert (NAV) einen Zuwachs um ein Viertel, wie der Vorstand in der Bilanzpressekonferenz erläuterte. Je Aktie landete der NAV somit bei 83,81 (i. V. 67,15) Euro. Zugleich kletterte der operative Mittelzufluss (FFO 1) mit 295,3 Mill. Euro (+ 10,1 %) am oberen Prognoserand. Entsprechend sollen die Aktionäre eine um 10 % auf 3,04 Euro erhöhte Dividende erhalten. Das kam bei den Investoren gut an. Nach deutlichem Auf und Ab schloss der MDax-Wert mit einem Kurszuwachs um 2,4 % bei 88,98 Euro, entsprechend einer nur noch schmalen Prämie auf den NAV von 6 %. Mit Blick auf die Bewertungszuwächse sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, gab sich Finanzchef Eckhard Schultz überzeugt, wenngleich sich die für 2018 erwartete Aufwertung nicht quantifizieren lasse. Der LEG spiele in die Karten, dass sie nicht nur in Wachstumsmärkten unterwegs sei. Dort dürfte der Gipfel in Sichtweite rücken, glaubt Schultz.Dass die Aktie am Nachmittag in negatives Terrain drehte, war Aussagen aus der EZB geschuldet, die ein Ende der ultralockeren Geldpolitik signalisierten. Einer Zinswende sieht die LEG allerdings gelassen entgegen. Die Durchschnittsverzinsung sei 2017 nochmals auf 1,74 (2,04) % zurückgeführt worden. Die durchschnittliche Zinsbindung belaufe sich auf acht Jahre, und 92 % des Portfolios seien zinsgesichert, veranschaulichte Schultz.Die im vorigen Herbst vorgelegte Prognose, die bis 2019 reicht, wurde bestätigt. Konkret wird bis dahin ein Zuwachs im FFO um 14 bis 16 % in Aussicht gestellt. Nicht enthalten sind darin etwaige Akquisitionen. Stattdessen setzt die LEG auf Investitionen in den Bestand. Nachdem diese im abgelaufenen Turnus auf 22,40 Euro je Quadratmeter erhöht wurden, sollen 2018 und 2019 jeweils 29 Euro/m2 investiert werden. Zudem plant die LEG, in den nächsten Jahren über Nachverdichtung den Bestand um 800 Einheiten zu erweitern. Man würde gerne mehr bauen, doch sei das auch von Baugenehmigungen abhängig, sagte CEO Thomas Hegel. Im Vergleich zum Platzhirsch mutet das wenig an, hat sich Vonovia doch vorgenommen, jährlich 2 000 Wohnungen zu bauen. Das Neubauziel für 2017 hatten die Bochumer allerdings verfehlt. “Die 800 Einheiten können wir sicher schaffen”, hob der LEG-Chef von daher auch hervor.