Londoner Uni und Mercedes entwickeln Beatmungsgerät
Londoner Uni und Mercedes entwickeln Beatmungsgerät
hip London – Ingenieure des University College London und Mercedes-AMG High Performance Powertrains haben ein einfaches Beatmungsgerät entwickelt, das mit einer Vorlaufzeit von einer Woche in die Massenproduktion gehen könnte. Wie das Formel-1-Team von Daimler mitteilt, wurde es vom Regulierer MHRA bereits zum Einsatz im öffentlichen Gesundheitswesen NHS freigegeben.Von der ersten Zusammenkunft bis zur Produktion des ersten Geräts seien weniger als 100 Stunden verstrichen. Nun würden 100 Geräte zur klinischen Erprobung an das University College Hospital ausgeliefert. Berichte aus Italien zeigten, dass die Hälfte der Patienten, die durch ein solches CPAP-Beatmungsgerät (Continuous Positive Airway Pressure) unterstützt wurden, keine invasive Beatmung benötigten. Der Sauerstoff-Monitor des Geräts stammt von Oxford Optronix.Das Produkt ist das Ergebnis von “Project Pitlane”, einer gemeinsamen Initiative von Formel-1-Teams nach einem Hilferuf der Regierung an die britische Industrie. Michael Gove, der im Kabinett von Boris Johnson bislang für das Thema Brexit verantwortlich zeichnete, bezifferte die Zahl der Beatmungsgeräte, über die das NHS verfüge, vergangene Woche auf einer der täglichen Pressekonferenzen zur Coronavirus-Pandemie auf 8 000.Unterdessen wurde bekannt, dass der Technologiekonzern Smiths 10 000 Beatmungsgeräte für die britische Regierung herstellen will. Die Produktion soll von derzeit Hunderten pro Monat auf Tausende hochgefahren werden. Die FTSE-100-Gesellschaft gehört dem Ventilator Challenge UK Consortium an. Weitere Mitglieder sind Airbus, BAE Systems, Ford, Renishaw, Rolls-Royce und Thales. Das Konsortium will angeblich unter dem Namen “Project Oyster” zuerst die Produktion eines Geräts der Medizintechnikfirma Penlon hochfahren und sich dann unter dem Namen “Project Penguin” auf die Produktion des Geräts von Smiths konzentrieren.