LPKF bleibt vorsichtig trotz starkem Jahresauftakt
LPKF bleibt vorsichtig trotz starkem Jahresauftakt
ste Hamburg – Der Lasermaschinenbauer LPKF hat trotz eines Umsatzanstiegs im ersten Quartal um 65 % auf 24,5 Mill. Euro sowie eines wieder positiven Betriebsergebnisses (Ebit) seine Jahresziele unverändert gelassen. “Wir halten unsere Prognose für realistisch”, erklärte Vorstandschef Ingo Bretthauer im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Das ehemalige TecDax-Unternehmen aus Garbsen, das zwei Verlustjahre hinter sich hat, erwartet in diesem Jahr Erlöse von 92 Mill. bis 100 (i.V. 91) Mill. Euro sowie eine Ebit-Marge von 1 bis 5 (-7,4) %.Man habe ein gutes erstes Quartal hinter sich, und es sei aufgrund der Solaraufträge auch ein starkes viertes Quartal zu erwarten, sagte Bretthauer, der zum Jahresende als CEO aufhört. “Aber das Jahr ist noch lang, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass in unserer Branche viel passieren kann.” Für den Jahreserfolg sei entscheidend, dass Großaufträge für die Lasersysteme zur Strukturierung von Solarzellen termingerecht abgearbeitet werden. Im Solargeschäft, dem kleinsten Geschäftsbereich von LPKF, geht es laut Bretthauer um Erlöse von 17 Mill. bis 19 Mill. Euro, die zum Großteil im vierten Quartal erwartet werden.Der aktuelle Auftragsbestand von rund 30 Mill. Euro im Bereich Solar-Quipment reiche bis ins Jahr 2018. Für den Auftragskunden baue man nun eine neue Generation von Solarstrukturierern und erweitere die Produktion im thüringischen Suhl. Wenn man aber eine ganz neue Maschinengeneration für die Herstellung von Dünnschichtsolarzellen auflege und diese auch noch in größeren Stückzahlen bauen müsse, bestehe immer ein Risiko, dass es zu Verzögerungen kommen kann, meinte Bretthauer. “Das könnte in diesem Fall dazu führen, dass ein Teil des Umsatzes in das nächste Geschäftsjahr rutscht.” Die Erlöse gingen aber nicht verloren.