Mais- und Zuckerrübengeschäft rückläufig
Mais- und Zuckerrübengeschäft rückläufig
ste Hamburg – Das Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS Saat steht nach dem ersten Quartal des Ende Juni ablaufenden Geschäftsjahres 2017/18 zu den im Oktober genannten Finanzzielen für das Gesamtjahr. Der Familienkonzern aus dem niedersächsischen Einbeck äußerte sich zufrieden über den Verlauf des Startquartals.”Unsere Erwartungen für das Gesamtjahr sind unverändert positiv”, sagte Finanzchefin Eva Kienle anlässlich der Vorlage der jüngsten Quartalsmitteilung. Gerechnet wird weiterhin mit einem leichten Umsatzwachstum gemessen am Vorjahreswert von 1,08 Mrd. Euro sowie mit einer zweistelligen Umsatzrendite, allerdings unter dem Vorjahresniveau von 12,2 %.Vor allem Erlöse aus dem Roggen- und Winterrapsgeschäft ließen die Umsätze des ersten Quartals, die wegen des stark saisonal geprägten Geschäfts 10 bis 15 % zum Gesamtumsatz des Geschäftsjahres beitragen, um 2 % auf 136 Mill. Euro anwachsen. Das Mais- und Zuckerrübengeschäft als Hauptumsatzträger war im Berichtszeitraum leicht rückläufig. Grund hierfür waren neben einer Segmentumgliederung im Winterrapsgeschäft, das im Berichtsjahr erstmals dem Getreidesegment zugeordnet wird, schwächere Zahlen der Mais-Sparte in Südamerika. Auch die Erlöse im Zuckerrübensegment blieben unter dem Vorjahreswert. Währungseffekte belastenDas SDax-Unternehmen betonte, dass sich hieraus zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückschlüsse für den Jahreserfolg ziehen ließen. Zudem bremsten negative Wechselkurseffekte beim argentinischen Peso und beim Pfund das Erlöswachstum. Währungsbereinigt liege der Umsatz des ersten Quartals bei gut 141 Mill. Euro (+5,8 %), hieß es.Wegen des Wegfalls positiver Sondereffekte im Vorjahr sowie der negativen Währungseffekte rutschte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf – 39 (i.V. – 29) Mill. Euro ab. Planmäßig seien zusätzliche Marketingmaßnahmen und neue Projekte zur Stärkung der IT-Infrastruktur gestartet worden, so KWS. Der Periodenverlust stieg um 11 % auf 38,5 Mill. Euro. Das Unternehmen, dessen Kernmärkte sich auf der Nordhalbkugel befinden, macht sein Hauptgeschäft im dritten Quartal. Die KWS-Saat-Aktie, 2017 bislang um ein Viertel gestiegen, sank gestern um 3,2 % auf 341,95 Euro.