Margenprimus Scania zieht nach
Margenprimus Scania zieht nach
Scania ist das Renditejuwel im Traton-Konzern. Volvo, den härtesten Konkurrenten in Sachen Profitabilität auf dem Lkw-Markt, überholte das Unternehmen im vergangenen Quartal. Doch mit weniger Absatz, Umsatz und Marge haben beide zu kämpfen – wie die gesamte Branche. Das liegt zum einen daran, dass die Nachfrage in Europa und in den USA nach starken Jahren schon 2019 auf ein normales Niveau zurückgefallen ist. Zum anderen trifft die Coronakrise die Lkw-Industrie sehr hart. Scania erwägt deshalb einen Stellenabbau, der jedem Zehnten der Belegschaft den Job kosten könnte. Nach den Gesprächen mit den Gewerkschaften werden es wohl weniger sein. Doch der Plan zeigt, wie tief der Einschnitt der Coronakrise ist und dass mit einer raschen Erholung des Geschäfts nicht zu rechnen ist. Im Gegensatz zur Schwestergesellschaft MAN, der großen Schwachstelle im Traton-Konzern, muss Scania nicht Versäumnisse der Vergangenheit nachholen. MAN hatte schon vor dem Coronaausbruch einen erheblichen Stellenabbau angekündigt. Nun zieht Scania nach. jh